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 Runes & Birds

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Miyuki Shan
Administrator



BeitragThema: Runes & Birds   Do Jun 16 2011, 23:47

PAUL JACKSON & MIYUKI YUI SHAN
Hausaufgaben und Lernen. Was gab es schlimmeres im Leben der Schülerinnen und Schüler von Hogwarts? Miyuki hätte sich selbst verfluchen können, als sie einen Blick in ihren Timer geworfen hatte und erkennen musste, dass sie bis zum morgigen Tag ihre Hausaufgaben in Alte Runen erledigen musste. Die Gryffindor verstand doch nicht einmal die Hälfte von dem, was da geschrieben stand, geschweige denn konnte sie die einzelnen Runen auseinanderhalten. Sah doch eh alles gleich aus! Wahrscheinlich sagten andere das selbe über die japanischen Schriftzeichen, die der Halbjapanerin mit irischem Vater fast schon in Fleisch und Blut übergegangen waren. Las sich doch wie Englisch, wo lag da das Problem? Aber Runen ... Erstens benutzte niemand solch eine uralte und schwierige Sprache, zweitens war sie umständlich. Warum hatte sie dieses Fach eigentlich gewählt?
Missmutig zog Miyuki ihre Runentabelle hervor und öffnete das Buch auf der vorgegebenen Seite.Die ersten paar Runen fand die Gryffindor schnell auf der Tabelle, doch der Satz ergab keinen Sinn. Wenn sie die Hausaufgaben nicht bis zur nächsten Stunde fertig hatte, würde sie gewaltigen Ärger erleben. Wollte sie das? Nicht wirklich, denn Strafarbeiten würden ihr das Quidditchtraining verbieten.
Hilfesuchend blickte sich Miyuki im Gemeinschaftsraum der Gryffindors nach Mitschülern oder gar ihrem Zwillingsbruder um, doch erstere verweigerten ihr die Hilfe und letzterer war nicht einmal anwesend. Kuroda wäre ohnehin keine Hilfe gewesen, gestand Miyuki sich ein während ihr Blick zu den großen Fenstern wanderte. Sonnenschein, schönes Wetter. Und schon hatte das Mädchen einen Entschluss gefasst, ihre Sachen für Alte Runen eingepackt und war aus dem Gemeinschaftsraum marschiert.

Kaum war Miyuki außerhalb des Schlosses, warf sie in der Nähe des Sees ihre Tasche ins Gras. Ihr Buch für Alte Runen rutschte ein wenig heraus, doch die Gryffindor ignorierte es einfach. Das Wetter war einfach zu schön ... ! Langsam ließ auch sie sich ins Gras sinken, setzte sich im Schneidersitz hin und legte den Kopf in den Nacken um die Sonne zu genießen. Ein leises Rauschen verriet ihr, dass ein Vogel sich mit Flügelschlägen näherte und sie musste nicht einmal groß nachdenken um zu wissen, was für ein Vogel es war: Ihr Falke näherte sich ihr.
Der Königsfalke kreiste zunächst über ihr, dann ging er in den Sinkflug. Miyuki begrüßte ihn mit einem Lächeln, als er vor ihr im Gras landete und sie aus seinen dunklen Augen heraus anblickte.
"Wenn jetzt noch jemand kommt, der Alte Runen beherrscht, ist der Tag perfekt.", murmelte die Gryffindor und seufzte leicht.

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Paul Jackson




BeitragThema: Re: Runes & Birds   Fr Jun 17 2011, 00:24

Pauls Tag verlief soweit sehr gut es war nichts negatives passiert, kaum war er fertig und hatte sein Pergament per Eule an den Kunden verschickt, mit komplett übersetzten Runen natürlich, versiegelt durch eine solche, war der junge Mann sich des schönen Wetters bewusst geworden und hatte sich kurzum dazu entschlossen, das schöne Wetter zu genießen und ein wenig Zeit mit seiner Adlerdame zu verbringen. Diese Gedanken machten ihn schon unbeschreiblich glücklich und diese Tatsache war wirklich traurig, da es mittlerweile reichte ihn glücklich zu machen, wenn er schönes Wetter und einen Tag mit Sylvie in Aussicht hatte. Einerlei, mit solchen Gedanken beschäftigte Paul sich meistens nicht länger, sie machten ihn nur unnötig depressiv und schwächten ihn, beides Dinge die er nicht wollte. Schließlich erreichte er die Felder, auf seinem Arm ein Lederhandschuh, kurz darauf ertönte ein Schrei, auch wenn Paul seine Adlerdame nicht verstand, wusste er doch, dass dies ihre Freudentöne waren. Kurz darauf stieß der Vogel auch selbst aus dem Himmel herab, mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, bei diesem großen majestätischem Tier ein Anblick der so manchen verschrecken konnte. Paul kannte sie gut, seine Kleine, noch nie hatte sie ihm etwas getan, sie hielt ihn für eine Mischung aus Mutter und Vater, da er es war, der sie großgezogen hatte und mit ihr den Großteil seines Lebens verbracht hatte. Er wüsste nicht, was er ohne sie tun würde. Schließlich kam die massige gestalt des Wei0kopfseeadlers immer näher und wurde größer, ehe sie kurz vor dem Mann mit ihren großen Schwingen schlug um so den Fall abzubremsen und schließlich sanft wie eine Feder auf den ihr dargebotenen Falknerhandschuh zu landen. Das Paul nicht einmal zuckte, kaum korrigieren muss, kann man wohl nur seiner Körperkraft, seiner eisernen Disziplin und seinem Mut verdanken. Sanft, beinahe zärtlich strich er der Dame über das Gefieder und leise begann er zu reden: "Hallo Sylvie, du glaubst nicht wie froh ich bin dich zu sehen." Dabei starrte die Alderdame die ganze Zeit in seine andere Hand, in welcher eine kleine Mahlzeit für den Vogel ruhte. Eine Ratte, welche er für sie gefangen hatte. "Hab die was mitgebracht kleine. " Ihre Augen blickten schließlich in die des Menschen und er begann nur lächeln, ehe er die Ratte hoch in die Lüfte warf und kurz darauf startete auch schon der Adler und fing diese im Flug auf, kurz bevor das tote Tier den Boden berühren konnte. Der Adler landete schließlich und begann zu fressen, kurz verfolgte der Mann das Schauspiel, ehe er sich schließlich umsah. Hogwarts war schon immer ein eindrucksvoller Ort gewesen und wie immer ließ er die Gegend kurz auf sich wirken. Ja wunderschön war es. Schließlich schaute er zu dem See in welchem sich das Sonnenlicht relfektierte und brach und ein wundervolles Glitzern, ein Lichtspiel entstand. Ja es war wirklich einfach Paul zufriedenzustellen. Schließlich bemerkte er am See im Schatten eines Baumes eine junge Dame, zu ihren Füßen ein Falke. Sollte er zu ihr hinunter gehen? Paul hatte nur wenig Kontakt zu anderen, häufig nur dann, wenn sie Hilfe von ihm benötigten oder wenn er die "Schwächeren" gegen Schikanen verteidigte. Das hatte er bei vielen weg, aber genauso den Ruf unnahbar zu sein, einer der Gründe weshalb ihn auch kaum jemand ansprach. Wobei er das kaum brauchte. Wohl einer der Gründe warum er so viel Zeit mit seinem Adler verbrachte und eigentlich jeden Tag hier draußen bei ihr war. Etwas das ma auch wusste, wenn man sich zumindest ein wenig mit der Person Paul Jackson beschäftigte. Mit einem seitenblick zum Weißkopfseeadler, kam der Zauberer nicht umhin zu bemerken, dass sie noch beschäftigt war, Mit einem Seufzer schließlich machte er sich auf den Abstieg zu der Mitschülerin hinunter zum Seeufer auf den Weg. Derweil setzte Paul seine übliche Maske auf, einen freundlichen Blick mit einem Hauch von einem Lächeln. Nur wenige kannten das wahre Gesicht des Mannes. Hatte sie ihn gerade beobachtet, wie er mit Sylvie gerdet hatte, hatte sie vielleicht einen kurzen Blick auf ihn erhaschen können, den richtigen Paul Jackson, der gutmütige Mensch der er in den Tiefen seines Herzens war. Schließlich kam er am Seeufer an und hockte sich ans Wasser und schaute auf den See hinaus, nach einigen Augeblicken brachte er auch ein kaum verständliches, gemurmeltes "Hi" heraus.
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Miyuki Shan
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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Fr Jun 17 2011, 00:58

Die Gryffindor hatte gerade die letzten Worte ausgesprochen, da gab Shahin, so der Name des Falkens, seine Zustimmung preis. Zumindest nahm Miyuki an, dass er Zustimmung ausdrücken wollte, denn verstehen konnte sie den Falken nicht. Vorsichtig streckte Miyuki die Hand nach Shahin aus, streichelte ihm sanft über das Gefieder, als sie ihn berührte. Der Falke bewegte sich kein bisschen, sein Blick ruhte auf dem Mädchen und da er in keinerlei Art und Weise protestierte nahm die Gryffindor an, dass es ihm gefiel oder er es gar genoss.
Auch ohne angestrengt zu lauschen konnte Miyuki die sich ihr nähernden Schritte vernehmen. Trotzdem drehte sie sich nicht zu der näherkommenden Person um, sondern bedachte Shahin eines vielsagenden Blickes. Vielleicht steckte ein Quäntchen Wahrheit in ihren Worten von vor wenigen Minuten?
Aus den Augenwinkeln heraus konnte Miyuki sehen, wie sich der Junge - allein die Größe deutete darauf hin - ans Wasser hockte und auf den See blickte. Ein Arm war behandschuht und auf diesem saß ein Weißkopfseeadler. Das Mädchen wurde neugierig, doch sie wollte den Jungen und den Vogel nicht allzu sehr anstarren, weshalb sie ihren Blick auf ihren Falken haften ließ. Dennoch, immer wieder blickte sie verstohlen zu den beiden herüber. Ein Weißkopfseedaler ... Sie hatte nie einen lebenden gesehen. Kamen die nicht nur in Nordamerika vor? Nicht, dass Miyuki allzu viel über diese anmutigen Tiere wusste, aber dieser Adler war wirklich prachtvoll.
Als Miyuki dann ein kaum verständliches "hi" vernahm, hatte sie endlich einen guten Grund ihre durch und durch braunen Augen auf den Jungen zu richten. Er wirkte, trotz seiner Größe - auch wenn Miyuki die keinerlei Probleme bereitete -, freundlich. Zumindest sein Blick und sein leichtes Lächeln. Ganz ihrer typischen Art folgend hatte sie ein fröhliches Lächeln auf den Lippen. Ja, so kannte man Miyuki Yui Shan: Fröhlich, mit einem Lächeln im Gesicht und mit einer durch und durch positiven Lebenseinstellung,
"Hey.", erwiderte sie die leisen Worte und ihre braunen Augen ruhten auf dem Jungen während der Blick ihres Falkens wachsam auf dem Weißkopfseeadler lag. Kannte sie ihn? Er war nicht nur größer, sondern wahrscheinlich auch älter, vermutete sie. Der Name fiel ihr nicht ein und sie erinnerte sich auch nicht daran, ihm je wirklich über den Weg gelaufen zu sein. Wer war er?
"Ist das dein Weißkopfseeadler?", erkundigte Miyuki sich, auch wenn sie die Antwort schon erahnte, "Sieht man hier so gut wie nie."

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Paul Jackson




BeitragThema: Re: Runes & Birds   Fr Jun 17 2011, 01:30

Nachdem der Adler die ratte verschlungen hatte, war dieser wieder auf seinem angestammten Platz auf dem Handschuh von Paul zurückgekehrt. Es bestand eine tiefe innige Verbindung zwischen den Beiden und wieviel der Mann dafür geben würde um sie verstehen zu können, nur hatte er bis dato keinen Zauber in der Hinsicht parat. Aber immerhin sein Studium für Hexerei und Zauberei war mit das Beste was ihm hatte passieren können. Es gab ihm die Mölichkeit jemand zu sein und zu überleben, ohne dieses Studium wäre er nur ein weiterer Waise der irgendwo auf der Straße als Mitglied irgendeiner Gang geendet wäre. Gut das es so gelaufen war, wie es lief. Innerlich zuckte er mit den Schultern die Vergangenheit war eigentlich ein von Paul weniger angeschnittenes Thema es bestand zu große Gefahr, dass er sich erinnerte und das war das Letzte was er wollte. So wie sein Leben momentan war, war er ganz zufrieden damit. Die junge Dame neben ihn hatte seine zaghafte Begrüßun scheinbar bemerkt oder sie war einfach eine Frohnatur, welche gerne neue Kontakte knüpfte, in jedem Fall war beides gut, beides würde ihm einen Einstieg in das Gespräch ermöglichen. Es war nicht so das er schüchtern war oder sich viel darum scherte, was andere von ihm hielten. Es war nur einfach so, dass er wenig Kontakt zu anderen hatte und sich damit schwer tat belanglos über irgendtetwas zu reden was ihn nicht im Geringsten interessierte. Er war nunmal nicht der Gesellschaftsmensch, was wohl vor allem in seiner Vergangenheit begründet liegt. Ihre Versuche ihn nicht zu beobachten amüsierten den jungen Mann, er hatte viel gelernt von seinem Vater, auf der Straße und in der Wildnis und er schaute einfach in das ruhige Wasser und konnte dort deutlich ihr Spiegelbild erkennen und sah auch, wie sie ihn immer wieder anstarrte und davon abließ. Nun hoben sich seine Mundwinkel ein weni deutlicher, ein echtes lächeln, das hatte sie schon geschafft. So verkehrt konnte es also nicht sein. Er konnte sich allerdings nur wage an sie erinnern, wusste nicht ob er sie kannte. Aus Griffyndor erinnerte er sich dunkel. Auf Sein leise gemurmeltes Hi, kam von ihr eine wirklich deutliche Reaktion, ein breites Grinsen und ein allgemein fröhlich wirkender Blick und sie sandte ihm ein "Hey" entgegen, was eher wie eine überschwängliche Begrüßung herüberkam als die Umarmungen in manchen Familien mit schlechten Banden. Ja der Tag konnte durchaus noch sehr interessant werden. Er eröffnete das Gespräch mit seiner ruhig, gleichmäßig, präzisen Bassstimme: "Nein Sylvie gehört niemandem. Es steht ihr frei dorthin zu gehen bzw. zu fliegen wie es ihr beliebt. Scheinbar ist das meine Nähe. Ja sieht man selten hier, kommen eigentlich aus Nordamerika, da hab ich früher mal gelebt und sie kam mit mir. Ist mir damals einfach gefolgt die kleine... ich sehe dich begleitet ein Falke, aber so einen habe ich noch nie gesehen..." Nun war es an Paul ein wenig zu starren, wohl eher zu beobachten einen solchen Falken hatte er bisher nicht gesehen aber das Tier wirkte prachtvoll, nicht minder in der Gesellschaft des so klischeehaft majestätischen Vogels aus Nordamerika. Kurz schloss der junge Mann die Auen und scholt siich selbst. Ehe er sie wieder öffnete und und ebenso wie kurz zuvor fortfuhr; "Wie unhöflich, bin übrigens Paul Jackson." Sie dürfte wohl bemerkt haben, dass sein Zögern zu Beginn wohl nicht aus Schüchternheit entstammte. Wahrscheinlich würde sie es unter Abgelenkt verbuchen. Ich bin fast jeden Tag hier draußen hab dich aber bisher kaum gesehen, gehörst zu den Griffyndors richtig?" Schließlich gab der Weißkopfseeadler einige Geräusche von sich. Etwas irritiert schaute er zu dem Tier, welches konzentriert auf den See starrte. Sie hatte also einen Fisch gesehen oder mehrere... Das Lächeln von Paul kehrte einmal wieder zurück, sein ehrliches Lächeln, jenes welches normalerweise nur für die Adlerdame vorbehalten war. Mit einem "Hol sie dir." Stieß er seine Hand nach oben und der Vogel stieß sich ab und schoss los, auf den See hinaus, sie wäre ersteinmal beschäftigt. Mit einem leisen seufzen zog er schließlich den Lederhandschuh vor Unterarm und Hand. Trotz Leder und auch weil er häufig ohne Handschuh hier herauskam und sie auf seinem Arm landete, konnte man dort einige kleine Narben und einige Wunden sehen, welche durch die scharfen Klauen des Raubvogels entstanden sind sehen. Ansonsten trug er heute seine Privatkleidung, eine einfache Jeans, ein Schulterfreies Shirt in Schwarz. Das er kräftig war traf wohl zu, eben hatte man es bemerkt, als er den nicht unwesentlich schweren Voel ohne zu zittern auf dem Arm gehabt hatte und man sah es ihm wohl deutlich an, er sah nicht aus wie ein typischer Zauberer, eher wie ein Sportler. Und regelmäßige körperliche Ertüchtigung gehörte dazu.. um den Geist zu schärfen.
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Miyuki Shan
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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Fr Jun 17 2011, 21:31

Miyuki, noch immer mit einer Hand über die Federn des Falkens vor ihr streichend, nahm den Blick von dem Jungen neben ihr und blickte wieder auf den See hinaus. Dass der Junge nicht sofort antwortete, realisierte die Gryffindor, doch sie war sich zunächst unsicher unter welche Kategorie sie dieses Verhalten stecken sollte und entschied sich dann dafür, dass er anscheinend in Gedanken war oder nur mit halben Ohr zugehört hatte. Aber er lächelte ein wenig und die Schülerin konnte nicht umhin, als sie es aus den Augenwinkeln vernahm, als ihre braunen Augen auf ihn zu richten, das Lächeln auf ihre typische Art zu erwidern und sich dann ein wenig zurückzulehnen, so dass sie sich mit beiden Händen hinter sich am Boden abstützte, damit sie nicht lag.
Seine tiefe und doch irgendwie ruhig erscheinende Stimme ließ Miyuki leicht skeptisch eine Augenbraue heben, die sich aber bei seinen Worten langsam wieder auf ihre normale Stellung senkte. Interessiert und neugierig zugleich lauschte sie seinen Worten während der Falke vor ihr ein wenig näher an den Jungen und seine Weißkopfseeadlerdame, er hatte sie als Sylvie vorgestellt, heran hüpfte. Ja, hüpfte. Manchmal neckte Miyuki den Falken damit, dass sie ihn als Hasen abstempelte.
Dass Sylvie nicht dem Jungen gehörte und auch sonst keinem weiteren, ließ die Gryffindor zwar innehalten, doch sie konnte es nachvollziehen. Es war natürlich, dass Tiere ihr eigener Herr und Meister waren und dass Menschen sie sich Untertan machten, zeigte nur wieder, dass selbst die als gut bezeichneten Menschen in manchen Teilen den schwarzmagischen Zauberern näher waren als sie dachten. Sie akzeptierte seine Haltung und zeigte nicht einmal die Überraschung über seine Antwort, obwohl sie erwartet hatte, dass er ihre Frage damit beantworten würde, dass der Adler seiner wäre.
„Shahin meinst du?“ Miyuki richtete sich wieder ganz auf und deutete mit einem Kopfnicken auf den Falken, der mittlerweile höchstens eine Armlänge von dem Jungen entfernt im Gras saß und ihn förmlich anstarrte. „Er ist ein Königsfalke.“, erklärte sie, „Gesehen habe ich auch noch nie einen, bis ich ihn vor ein paar Jahren als Küken bekam. Anscheinend entstammt er Mythen und Legenden und angeblich sollen Falken einst wichtige Botschaften übermittelt haben.“ All diese Informationen hatte sie innerhalb von einem ganzen Nachmittag in der Bibliothek von Hogwarts gesammelt, allerdings hatte es sie gefühlte zehnmal zu Madame Pince getrieben, weil sie nicht wusste, wo genau sie welche Textverweise nachschlagen konnte. Dass der Junge Shahin nun so anblickte, ließ sie schmunzeln. „Auch wenn ich ihn schon so lange habe, würde ich sagen, dass er dennoch frei ist. Wirklich gebändigt bekommen habe ich ihn nie und ich werde auch nicht versuchen, ihm all seine natürlichen Triebe zu nehmen.“, fuhr sie fort, „Ein Vogel ist doch das Symbol für die Freiheit, was sollte ich ihm dann diese nehmen?“
Schließlich stellte der Junge sich als Paul Jackson vor. Miyuki nahm sich vor, dass sie sich diesen Namen einprägen würde, denn dass jemand einen Adler bes- … nein, dass war die falsche Bezeichnung dafür … dass jemand einen Adler als Begleiter hatte, war eher selten.
„Ja, ich bin eine Gryffindor.“, bestätigte Miyuki ihm, „Miyuki Shan.“ Aus reiner Gewohnheit ließ sie ihren Zweitnamen weg. Die meisten kannten diesen eh nicht und die, die ihn kannten, nutzten ihn nicht. Sie wollte ihm ihre Hand reichen, doch noch bevor sie überhaupt diese gehoben hatte, verwarf sie diesen Gedanken. „Obwohl ich Jägerin im Quidditchteam bin, kennst du meinen Namen nicht?“ Sie legte einen gespielt enttäuschten Unterton in ihre Stimme, auch wenn ihr fröhlicher Blick die Wirkung ein wenig herabsenkte.
Sylvie machte Geräusche und nachdem Paul etwas zu ihr gesagt hatte, gab er ihr ein wenig Anschwung beim Starten ihres Fluges, den sie unverzüglich auf den See richtete. Wahrscheinlich schien dort etwas Essbares zu sein. Mit den Augen verfolgte Miyuki den Flug des Weißkopfseeadlers und als sie ihren Blick wieder auf Paul richtete, hatte dieser bereits den Lederhandschuh ausgezogen und leichte kleine Narben waren auf dem Arm zum Vorschein gekommen. Vielleicht von anderen Zweisamkeiten mit Sylvie ohne den Handschuh? Mit einem weiteren Blick musterte sie Paul noch einmal eingehender. Keine Schuluniform, aber warum auch? Unterricht war beendet, Freizeit stand auf dem Plan. Es fiel Miyuki schwer nicht etwas zu seinem Äußeren zu sagen, denn man konnte es definitiv als gut aussehend bezeichnen. Auch seine Kleidung.
Sie blickte kurz an sich herab. Na ja … Schuluniform trug auch sie nicht mehr, auch wenn sie keinerlei Einwände gegen ihre hatte. Sie war es ja noch aus Japan gewohnt, immerhin hatte sie dort einige Jahre mit ihrer Familie seit ihrer Geburt gelebt. Trotzdem genoss sie es, wenn sie sich in ihrer eigenen Kleidung anderen zeigen konnte. Am heutigen Tag trug sie wieder einmal eine ihrer weiteren Jeans mit einem breiten Gürtel und dazu ein gelbes T-Shirt mit einem orangen Aufdruck der Smile aussagte. Dazu schwarz-weiße Chucks, eine Kette, etliche Armbänder und Ohrstecker. Ihre Haare trug die Gryffindor offen wie ohnehin meist. Ihre zierliche Gestalt schien aufgrund der weiten Jeans, es war ihre, hätte aber sicherlich ihrem Zwillingsbruder Kuroda auch gepasst, noch deutlicher aufzufallen. Wer würde schon in ihr, da sie aufgrund ihres Äußeren ohnehin oft für eine Viertklässlerin gehalten wurde, was sie nicht war, eine Spezialistin im Bereich Flüche sehen und eine doch recht starke junge Gryffindor?
„Wenn du so oft hier draußen bist, wieso habe ich dich dann noch nie zu Gesicht bekommen?“, erkundigte Miyuki sich neugierig bei Paul, während Shahin mittlerweile so nahe an ihn heran gehüpft war, dass dieser ihn rein theoretisch jeder Zeit berühren konnte.

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Paul Jackson




BeitragThema: Re: Runes & Birds   Mo Jun 20 2011, 15:20

Früh schon hüpfte der kleine Falke auf Sylvie und Paul zu. Er war völlig unbeeindruckt von dem wesentlich größerem Adler, aber dieser schien in dem Falken auch keine Beute zu sehen von daher war es nicht weiter gefährlich. Auch wenn man es nicht erwartete, aber die Adlerdame war wesentlich Intelligenter als die anderen Vertreter ihrer Art. Warum vermochte der junge Zauberer nicht zu sagen, jedoch schien sie jedes seiner Worte zu verstehen und ihm stets aufmerksam zuzuhören. Vielleicht entwickelten manche Tiere zu Zauberern eine tiefgehende Verbindung welche sie intelligenter wirken ließ? Vielleicht waren die Tiere auch intelligenter als man erwartete und sie gaben sich nach außen anders als sie in Wirklichkeit waren? Der junge Mann vermochte es kaum dies zu beurteilen. Allerdings hielt er dem Falken die Hand hin und sprach mit einer sehr sanften und beruhigenden Tonlage: "Na was bist du denn für ein Kaninchen?" Man konnte es Paul ansehen, wie er es genoss, wie gern er sich mit Tieren umgab und dass er diese wirklich zutiefst schätzte und mochte, anders als viele Menschen. Die Schülerin wirkte zunächst brüskiert über seine Aussagen in Bezug auf Sylvie, schien es im Gegensatz zu vielen anderen jedoch zu verstehen. Da konnte er nicht anders, als kurz zu seufzen. "Tut mir Leid bei diesem Thema, ob bei Tieren oder bei Hauselfen... da gerate ich immer leicht in Rage und reagiere doch etwas überstürzt... Ich wollte dich nicht kränken." Schließlich schaffte er es seinen Blick von dem kleinen Falken loszureißen und sie während ihrer restlichen Worte anzusehen. Nun nachdem der Weißkopfseeadler auf dem See auf Beutezug ging, machte Paul es sich schließlich auch bequem, er setzte sich in das trockene Gras streckte seine Beine Richtung See und wandte seinen Oberkörper der Gesprächspartnerin zu. "Ich bin froh, dass du es so siehst. Die meisten Menschen ob Zauberer oder Muggel, scheinen das nicht zu verstehen. Auch wenn wir uns, damit meine ich uns Zauberer, für soviel besser halten, so haben wir doch mehr mit den Normalsterblichen gemeinsam als den meisten von uns Lieb ist." Bei ihrem Namen nickte er nur und lächelte, doch wesentlich verhaltener als vorhin, als er die Adlerdame angesehen hatte. "Nun ich bin erfreut dich kennenzulernen Miyuki, wenn ich ehrlich bin hat mich Quidditch bisher nicht so interessiert, soviel Trara um einen echt... abgehobenen Sport. Mir sind da Mugelsportarten wie Football, Handball oder dergleichen um vieles Lieber, aber das ist persönlicher Geschmack würde ich sagen. Aber Hut ab, ihr könnt alle verdammt gut mit euren Besen umgehen." Ein Kompliment aus dem Munde des Amerikaners, wie oft das vorkam... Um genau zu sein: Normalerweise nie. "Nun, das ist eine gute Frage... Verschwörung? Die amerikanische Regierung?" Er kommentierte seine herzlich unpassende ironische Aussage mit einem kurzen Lachen ehe er fortfuhr: "Vielleicht liegt es daran das ich mich sonst weniger hier am See und näher am Wald oder auf den Ebenen bei Hogsmeade aufhalte? Ich bin hier aufgrund meiner Ausbildung gebunden, aber Sylvie soll trotzdem ein wenig Abwechslung haben und mehr sehen als einen Ort..." Nach kurzem Nachdenken wurde dem jungen Mann jedoch bewusst, dass er möglicherweise etwas viel über seinen Adler sinnierte. "Entschuldige... Lange Zeit war Sylvie die einzige Freundin die ich hatte und mein einziger Halt im Leben... daher rede ich wohl etwas zuviel und zu verträumt über sie... aarh schon wieder." Schließlich war der Königsfalke dem Amerikaner so nahe gekommen das dieser wohl nur noch die Hand heben müsste um diesen zu berühren. Allerdings kannte Paul sich einigermaßen mit Tieren aus und mit einer solchen tat würde er den Vogel wohl nur verschrecken, so hielt er diesem nur die Hand hin, sollte sich der Falke aussuchen ob er sich berühren ließ oder nicht. War ja schließlich seine Entscheidung, Paul konnte ja auch nicht einfach das Mädchen vor sich nach Lust und Laune berühren oder? Kurz blickte der Junge dann allerdings nochmal von Shahin auf um sich zu vergewissern, dass er nicht unhöflich wurde und sie nicht einfach durch fehlendes Interesse abwürgte. Dabei fiel sein Blick allerdings auf das aus ihrer Tasche herausgefallene Buch. Es ging um alte Runen.
"Hey... du belegst auch alte Runen? Ich liebe das Fach."
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Miyuki Shan
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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Mo Jun 20 2011, 22:18

Paul bezeichnete den Königsfalken als Kaninchen. Miyuki hatte Mühe ein Auflachen zu unterdrücken, denn wie oft nannte sie Shahin aus Spaß und Neckerei so? Viel zu oft! Und alles nur, weil er auf dem Boden am liebsten hüpfte und nicht ging oder watschelte, oder wie man auch immer den Gang eines Vogels nennen sollte. Zumindest unbeholfener als sein Flug in der Luft.
„Warum entschuldigst du dich?“, erkundigte die junge Gryffindor sich bei ihrem Gesprächspartner, „Inwiefern solltest du mich denn gekränkt haben?“ Miyuki hatte keine Ahnung, außerdem war sie weitaus schlimmeres gewohnt. Und wenn Paul sie kränken würde, würde sie ihn schon auf diese Tatsache hinweisen, immerhin saß er dort direkt neben ihr und machte es sich mittlerweile auf dem Rasen bequem.
„Die Grundlage meiner Meinung dürfte vielleicht etwas naiv und kindisch sein … “, gestand Miyuki, „ … aber wenn ich über Tiere und magische Wesen spreche, setze ich sie meist mit Menschen gleich. Und Zauberer sind nun einmal Menschen, da können wir noch so viel mit dem Zauberstab herumwedeln – im Grunde ist das doch nur ein Holzstab in dessen Mitte eine gewisse Substanz erhalten ist.“ Ihr Blick ruhte auf dem Ravenclaw und sie konnte nicht anders als einen etwas ernsteren Gesichtsausdruck aufzusetzen. „Und wenn ich Tiere und magische Wesen mit Menschen gleichsetze, dann frage ich mich auch, wie es denn mir gefallen würde, wenn mir jemand die Flügel stützen oder mit die Freiheit rauben würde.“ Diese Denkweise hatte ihre Mutter ihr als kleines Kind eingebläut. Behandle andere so, wie du behandelt werden willst. Ob das damals auch auf diesen Fall bezogen gewesen war, wusste die Halbjapanerin mit irischem Vater nicht, aber mittlerweile war es fest in ihrer Denkweise verankert.
Dass der Ravenclaw an Quidditch nicht sonderlich interessiert war, ließ Miyuki ihn fast schon entsetzt ansehen. Die meisten Schüler liebten doch das Tohuwabohu welches um die Spiele gemacht wurde und fieberten eifrig mit. Und wenn es nur die Spiele des eigenen Hauses betraf. Dass er Muggelsportarten ansprach, ließ die Gryffindor nachdenklich dreinblicken. Football war doch so etwas wie Quidditch ohne Besen, wenn sie sich nicht irrte, oder? Handball sagte ihr nur in Ansätzen etwas. Da ihr nachdenkliches und wahrscheinlich auch verwirrtes Gesicht ihm wohl oder übel ihre Unwissenheit preisgab, gab die Gryffindor doch lieber ihre Unverständnis zu – auch eine Art Mut zu zeigen: „Was genau … Was genau ist Handball?“ Es war nicht so, dass sie keinerlei Sportarten der Muggel kannte, aber in Japan gab es andere Nationalsportarten als in Irland und die in Irland waren anders als die in England. Und die dortigen anders als die in den Staaten. Da sie sich nicht allzu sehr dafür interessiert hatte, lag ihre Unkenntnis darin begründet.
„Danke.“, murmelte sie, „Manche von uns können das echt gut.“ Ja, manche konnten wahrscheinlich blind noch einen Sturzflug ausführen und diesen rechtzeitig abbrechen. Miyuki wusste nicht, ob sie so etwas schaffen würde, aber es wäre das Training wert, gestand sie sich ein.
Der Gryffindor war nicht aufgefallen, dass Paul viel von Sylvie sprach. Wahrscheinlich lag das daran, dass sie das Tier einfach majestätisch fand und demnach fasziniert war. Gern hörte sie darüber und dass er sich dafür zu entschuldigen meinte, wehrte sie mit einem aufheiternden Lächeln und einem Abwinken mit der Hand ab.
„Dass die Adlerdame deine einzige Freundin war und der einzige Halt in deinem Leben … “ Wie sollte sie ihre Frage am besten formulieren? „Naja … klingt nicht nach einer Familie voller Friede-Freude-Eierkuchen.“ Ihre braunen Augen wanderten von Pauls Gesicht zu Shahin, der noch immer dort vor Paul hockte und ihn anblickte. „Ich meine, jede Familie hat ihre Hochs und Tiefs, jeder Mensch hat Rückschläge und Niederschläge … “, fuhr sie in ihrer Erklärung fort und dachte dabei an sich selbst und den prägendsten Moment ihres Lebens, den sie so gut wie nie erwähnte, zumal sie ohnehin wenig über ihre Vergangenheit sprach, „ … aber normalerweise bedeutet Familie Stütze. Freunde.“ Oder war das nur bei ihren Eltern, ihrem Zwillingsbruder Kuroda, ihrer jüngeren Schwester Arya und ihr so?
Shahin bewegte sich kein bisschen mehr. Weder auf Paul zu, noch von ihm weg. Seine Augen ruhten, soweit es ersichtlich war, auf dem Jungen und er schien ihn genau zu beobachten. Abzuwarten. Zu … konnte ein Vogel überhaupt analysieren? Es wirkte so, als würde der Königsfalke eben dieses tun. Er wirkte ebenso wenig angespannt wie entspannt und löste die Bewegungsstarre dadurch, dass er blinzelte. Minimale Bewegung, aber immerhin.
Miyukis Blick war von Shahin wieder zu Paul gewandert, dessen Blick mittlerweile auf ihre Tasche und das herausgefallene Buch gewechselt war. Seine Frage und dazugehörige Aussage ließen Miyuki kurz auf Japanisch einen erfreuten Ruf ausrufen.
„Belegt habe ich es, ja.“, gestand Miyuki schließlich zögernd, „Von lieben kann keine Rede sein.“ Sie seufzte, musste allerdings grinsen, da sie ihre anfangs zu Shahin gemurmelten Worte noch immer im Kopf hatte. „Ich kann genügend Sprachen, kann die Buchstaben, die im Irischen und Englischen genutzt werden, leben, ebenso wie alle drei wichtigen Zeichensysteme in Japan. Aber diese Runen werfen mir einfach nur Rätsel auf.“, berichtete sie Paul, „Sie sehen alle gleich aus … “ Wieder ein Seufzen. „Beklopppt, oder? Ich meine, jemand der das japanische Zeichensystem beherrscht, sollte doch so ein paar lächerliche Runen auseinanderhalten können.“
Ihn aber darum bitten, ihr bei den Hausaufgaben zu helfen, wollte Miyuki nicht. Nicht sofort. Viel eher brauchte sie jemanden, der mit Zeit und Geduld ganz von Vorne den Unterricht über die alten Runen aufrollte und ihr wenigstens eine geringe Chance auf Noten im Bereich „bestanden“ geben würde. War Paul so einer?

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Paul Jackson




BeitragThema: Re: Runes & Birds   Mo Jun 20 2011, 23:07

Schließlich legte sich sogar unterbewusst ein sanftes, aber echtes Lächeln auf die Lippen des jungen Mannes. Etwas das nur selten in Anwesenheit von Menschen geschah. "Inwiefern? Nun ich habe fälschlicherweise angenommen du wärst ein Mensch, der Tiere und magische Geschöpfe für Dinge hält und diese auch so behandelt, wie du gerade gesagt, aber mir vor allem gezeigt hast, ist dem nicht so, deswegen die Entschuldigung, ich bin ein wenig voreilig was meine Urteilsbildung angeht und denke derweil doch zu oft in Schubladen." Die Schülerin neben ihm schien sich kaum wegbewegen zu wollen und hatte es sich auf ihre Art bequem gemacht. - Wow das würde wohl das längste Gespräch im letzten Jahr für den Amerikaner werden... wobei, dies war es mittlerweile schon, wenn man einseitige Monologe mit Sylvie nicht zählte bzw. Vogelgeräusche nicht zählte. Umso mehr die junge Zauberin erzählte umso mehr munterte sie Paul damit auf, es gab anscheinend doch noch Menschen mit denen Paul sich würde verstehen können. "Nein ich finde diese Gedankenansätze nicht naiv, da ich es wohl sehr ähnlich sehe, Sylvie ist für mich sowas wie meine Familie." Schließlich wechselte der Gesichtsausdruck der Gryffindor auf ernst, was Paul nicht umhin kam zu bemerken, um die Stimmung wieder ein wenig aufzulockern, formulierte er folgendes: "Nun ich denke wie die meisten Tiere in menschlicher Haltung?" Als es um Quidditch ging, wechselte ihr Gesichtausdruck schließlich auf erstaunt, wenn nicht Perplex, was den Zauberer soar dazu veranlasste kurz aufzulachen, der Gesichtsausdruck hatte was für sich. "Naja es ist diese Panikmache um die berühmten Sportler und dabei geht viel mehr der Sport verloren, was ich echt schade finde. Erinnert mich zu sehr an die Muggelwelt und die dortien Prominachrichten, konnte ich nie leiden. Hier an der Schule nimmt das fast ähnliche Ausmaße an, wobei ich den Sport an sich nicht schlecht finde nur das drumherum finde ich einfach übertrieben und ich denke, dass lässt ihn für mich unattraktiv wirken, wer weiß, vielleicht belehrt man mich ja irgendwann eines besseren? Passabel fliegen kann ich selbst und deswegen weiß ich wie schwer das mitunter ist, was die Spieler beim Quidditch anstellen. Nun Football mag kaum anders sein, ich mochte den Sport wohl deswegen weil mein Vater mich früher immer zu den Spielen mitgenommen hat und ein Vollblutfan war." - Über Handball schien seine Mitschülerin schließlich gar nichts zu wissen. Was den Jugendlichen erneut aufseufzen ließ. Die wenigsten Zauberer kannten sich großartig mit Muggeln aus und ihren Angewohnheiten ihrer Lebensweise, manch Zauberer könnte sich von den vermeintlichen Loosern der Evolution eine große Scheibe abschneiden. "Nun Handball... ein Mannschaftssport mit einem kleinen kugelrunden Ball, zwei Teams zu je 7 Spielern, einer davon ist Torwart, auf einem relativ kleinem Feld. Ziel ist es den Ball in das gegnerische Tor zu bringen, dabei darf man aber den Ball nur über eine Anzahl von 3 Schritten in der Hand behalten. Dann muss man entweder Dribbeln oder an einen anderen Abgeben. Ähnelt grundsätzlich dem Quidditch, nur gibts keine Treiber und keine Sucher. Und vor allem keine magischen Hilfsmittel, bei dem Sport zählt Können alleine. Beim Quidditch beispielsweise ist die Mannschaft mit der besseren Ausüstung im Vorteil, was ich irgendwie unfair finde und in meinen Augen den Sportsgeist, die Fairness schmälert." Kurz darauf sprach sie ein heikles Thema für Paul an, eines mit dem er wenn er gefragt wurde nicht hinterm Berg hielt aber eines, welches ihm definitiv keine Freude bereitete. Nun glitten seine Augen in die Ferne auf den See hinaus und der junge Mann schien an einem völlig anderem Ort zu sein, beinahe ebenso abwesend wirkte seine Stimme, derweil legte sich ein schiefes, ironisches Lächeln auf die Lippen des Mannes und seine Augen wurden glasig: "Familie... nun darüber kann ich nicht viel sagen, ich denke das mit Sylvie fühlt sich so ähnlich an, aber meine Eltern starben da war ich gerade 10 und ich hatte niemand anderen, ich war Waise, deswegen ist Sylvie mein Halt im Leben, weil sie danach quasi mein einziger Grund war, weiterzuleben." Schließlich schüttelte er den Kopf, um die Bilder aus seinem Kopf zu vertreiben, einmal wieder hatte er die kalten Hände seiner toten Mutter gehalten, geweint und geschrien, dass sie aufwachen sollte. Paul lenkte sich schnell ab und betrachtete nun eingehend den kleinen Falken neben sich. Schließlich hielt der Vogel völlig still, machte keine Bewegung. Vorsichtig näherte Paul sich dem Flaum des Vogels mit dem eingeknickten linken Zeigefinger. Würde Shahin es nun zulassen würde Paul dem Tier sanft über den Bauch streichen. Schließlich schaffte Paul es sich von dem Anblick des Falken loszureißen und seine nun nicht mehr glasig wirkenden Augen auf Miyuki zu richten und ihre Aussagen veranlassten den Mann schließlich dazu seinen Kopf leicht schief zu legen. "Klingt wie der Inhalt aus einem schlechten Groschenroman... warte..." Schließlich konzentrierte sich der Mann und begann einen sauberen Kreis und Symbole, alte Runen vor sich in den Sand zu zeichnen, die Runden kriesförmig angeordnet und innerhalb des Kreises. Schließlich betrachtete der Mann sein Werk, nickte zufrieden und drückte mit Zeige und Mittelfinger gleichzeitig auf eine scheinbar beliebige Rune und mit einem Mal Kam aus all den gezeichneten Runen und dem Kreis Wasser, welches Einige Zentimeter in die Luft aufstieg und dort verharrte, von oben betrachtet, ergab das Wasser wieder perfekt die zuvor gezeichneten Runen. Schließlich nahm Paul die Finger von der Rune und das Wasser fiel in sich zusammen und lief über den Sand, begann schnell zu versickern. "Alte Runen sind im Vegleich zu anderen Sprachen eine magische Sprache und sie können ebenso wie unsere Zauberstäbe und magische Formeln als Katalysatoren für unsere Magie dienen. Je nachdem was man schreibt und wie man es schreibt. Das ist auch der Grund warum es so schwer zu erlernen ist. Es ist eine magische Sprache. Und nein solche Effekte kann man nicht wahllos und beliebig hervorrufen für das kleine Kunststückchen hier hab ich viele Wochen gebraucht." Schließlich blickte er auf und schaute in ihr Gesicht. "Wenn du möchtest kann ich dir behilflich sein."
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Miyuki Shan
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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Mi Jun 22 2011, 23:16

In Schubladen denken? Wer tat das nicht. Allein das Leben in Hogwarts glich dem doch in etlichen Fassaden, schon die Aufteilung in die vier Häuser war mit Vorurteilen gespickt und der Hass und die Rivalität der Häuser zueinander galt doch auch dem Schubladendenken zugewiesen. Miyuki war da keine Ausnahme, sie hatte deutliche Vorbehalte den Slytherins gegenüber und das Positivste, wie die Gryffindor manche nennen wollte, war Bekannte. Nicht mehr. Sie hatte keine Freunde unter ihnen und wollte auch keine, wenn sie ehrlich war. Dafür würde sie mit den Slytherins in Kontakt treten müssen, mit ihnen freiwillig reden müssen, aber sie hassten Gryffindor. Sie hassten solche wie Miyuki. Und Miyuki hasste sie, auch wenn nicht alle ihr jemals etwas getan hatten. Nur manche, aber denen hatte sie es mit gleicher Münze heimgezahlt.
Paul fand ihre Gedankengänge nicht naiv und er sah es ähnlich, so sagte er. Miyukis Gesicht, welches nachdenklich geworden war, hellte sich auf. Ein Gleichdenkender! Oft hatte sie so etwas nicht, deshalb freute sie sich darüber. Sie lauschte seinen Worten mit Neugierde, zumal es gut tat einem Gleichgesinnten die Worte aussprechen zu hören, die wie ihre eigenen Gedanken klangen.
„Was für eine Panikmache?“
Miyuki war bezüglich Pauls Worte zu seiner Einstellung zu Quidditch verwirrt. Natürlich gab es einen Hype um die Spieler der Nationalmannschaften oder der Teams der verschiedenen Ligen, aber neben dem Hype um Ronald Weasley im letzten Jahr und dem um Harry Potter, welches sicherlich nur an seinem ohnehin berühmten Status lag, war das in Hogwarts doch kaum vorgekommen. Zumindest hatte sie so etwas nie am eigenen Leib erfahren und Autogramme hatte sie bis heute nicht geben müssen. Ist auch besser so., gestand sie sich in Gedanken ein, denn immerhin wäre sie sich reichlich blöde vorgekommen, wenn sie plötzlich anderen ein Autogramm hätte geben müssen. Ein echtes Autogramm, so wie ihre Mutter es manchmal geben musste, wenn irgendjemand sie als Spielerin des japanischen Nationalteams erkannte. Was in Irland, wo sie wohnte, selten genug geschah und in England noch seltener.
„Na ja … “, meinte Miyuki mit einem Schulterzucken, „Die Muggel haben einen interessanten Lebensstil. Ich meine, Elektronik. Das grenzt an Magie, nur dass es natürlich ist, so wie Blitze bei einem Gewitter. Es ist nicht so, dass ich mich nicht dafür interessiere, aber ich habe noch nie wirklich auf die Nachrichten der Muggel geachtet.“
Fernseher kannte die junge Hexe dennoch, damit umzugehen wusste sie auch. Mit den meisten Geräten und Erfindungen der Muggel konnte Miyuki umgehen, auch wenn sie so manches Mal nicht ganz verstand, wie diese Geräte funktionierten. Aber ihr Vater hatte Wert darauf gelegt, dass Kuroda, Arya und sie damit umzugehen wussten solange sie nicht volljährig waren, denn wenn sie allein zuhause waren, würden sie ohne Zauber auskommen müssen und die Dinge der Muggel waren praktisch.
„Weißt du was, Paul?“ Miyuki lächelte ihn fröhlich an. „Beim nächsten Spiel von Gryffindor musst du dabei sein. Ich zeige dir, was den Reiz am Quidditch ausmacht.“ Na super, jetzt verabredete sie sich einfach so ins Blaue hinein mit einem Jungen, den sie höchstens fünf bis zehn Minuten kannte und von dem sie noch nicht allzu viel wusste. „Und nach dem Spiel könnte ich dir ein wenig was zeigen.“ Immerhin war das Fliegen eine der Stärken der Gryffindor, die sonst ihre Stärken in starken Zaubern und Flüchen liegen hatte, aber dafür an schwachen und leichten Zaubern scheiterte. Das war ein hartes Los, aber Miyuki wusste damit umzugehen und durch ihre optimistische Weltanschauung gab sie nicht so schnell auf.
„Dein Vater war Footballfan?“ Miyuki sah den Jungen zwar nicht erstaunt an, aber ein gewisser Glanz war in ihren Augen vorhanden. Also war sein Vater Muggel gewesen? Oder war er einfach nur von der Welt der Muggel fasziniert gewesen? „Kannst du denn Football spielen?“
Als Paul ihr schließlich Handball erklärte, hörte die Sechzehnjährige ihm aufmerksam zu. Der Sport klang interessant und Miyuki fragte sich, ob ihr irgendwann einmal irgendjemand diesen Sport beibringen würde. Er klang nach viel Spaß und einen Sport mal ganz ohne Magie zu spielen, machte den Reiz aus. Das war wie mit dem Kampfsport den ihr Zwillingsbruder Kuroda betrieb – Wer dabei Magie gebrauchte, schummelte. Und schummeln war schlecht. Es ging um Taktik, Können und Stärke. … und Ausdauer, wie Miyuki mal festgestellt hatte. Und so wie Paul Handball beschrieb, war es genau das gleiche. Und gerade das faszinierte die Gryffindor so.
„Auch Leute mit schlechterer Ausrüstung können besser sein.“, widersprach Miyuki, „Ein Komet 260 oder ein Sauberwisch 7 hat ebenso gute Chancen wie ein Nimbus 2000, Nimbus 2001 oder ein Feuerblitz. Und nicht jeder kann sich so etwas leisten, da hast du Recht.“ Dass Miyuki einen Feuerblitz besaß lag doch auch nur daran, dass das japanische Nationalteam und damit ihre Mutter diese Besen flog und die Sammelbestellung einen ziemlichen Rabatt rausgehauen hatte. „Was meinst du, wie oft man mich vom Besen geschossen oder mich überholt hat, ohne dass die anderen den gleichen Besen oder einen besseren als meinen hatten?“
Pauls Familiengeschichte ließ Miyuki seufzen. Sie besaß genug Anstand um nicht weiter nachzufragen, denn anscheinend war dieses Thema nicht sonderlich … na ja … Wahrscheinlich wollte Paul darüber auch gar nicht reden. Dass er ihr schon so viel sagte, ihr, einer fast gänzlich Unbekannten, galt wahrscheinlich schon als Seltenheit. Vielleicht hatte sie ihn einfach in einem guten Moment danach gefragt, aber sie wollte diese eventuelle Grenze nicht weiter strapazieren oder sie gar überschreiten. Nicht hier, nicht jetzt. Vielleicht ein anderes Mal, sollten sie beide sich häufiger sehen.
Miyukis Blick wanderte von Pauls Gesicht zu Shahin vor Paul, der sich dem Falken mittlerweile mit dem linken Zeigefinger näherte. Der hüpfte einen weiteren Schritt nach vorn, so dass er genau vor Pauls Finger saß. Er blickte Paul an, fast schon unschuldig, dann „biss“ er zu. Nicht fest, nicht böse gemeint. Eher sanft. Er nahm den Finger einfach in seinen Schnabel, ließ ihn dann wieder los und blickte den Ravenclaw an. Und all das ohne einen laut von sich zu geben. Wie anders er sich doch im Vergleich zu Miyuki benahm!
Als Paul einen Kreis und Runen in den Sand zeichnete, beobachtete Miyuki ihn neugierig. Was tat er da? Er machte noch etwas, aber die Gryffindor verstand es nicht ganz und als sie aus ihren Überlegungen darüber wieder aufmerksam wurde, war bereits Wasser aus den Zeichnungen gekommen. Miyuki staunte nicht schlecht, der Mund blieb ihr sogar offen stehen. Wie zum Teufel hatte er das gemacht? Und als Paul den Finger von der Rune nahm, fiel das Wasser in sich zusammen und versickerte. Was war das? Was hatte er getan? Und überhaupt … Wie?!
„W-W-Wie … W-Was … “ Miyuki konnte vor Erstaunen nicht einmal eine ordentliche Frage stellen, doch Paul erklärte es ihr bereits. Demnach waren alte Runen so etwas wie die wahren Namen einer Sache, wie sie in Mythen und Legenden gelesen hatte? Die Sechzehnjährige konnte nicht anders als von dem feuchten Sand zu Paul und zurück zu blicken und sich zu fragen, ob sie so etwas auch irgendwann können würde. Allerdings konnte sie mit den Runen kaum etwas anfangen und wenn sie je eine Rune richtig deutete, war viel Zeit bereits vergangen. Wie sollte sie dann so etwas jemals schaffen?
Als Paul ihr seine Hilfe anbot, blickte die Gryffindor ihn zunächst verdutzt an, bevor sie seine Worte wirklich realisierte, dann nickte sie eifrig. Sie schenkte ihm eines ihrer dankbarsten Lächeln gepaart mit einem dankbaren Blick und nur mit Mühe konnte sie sich von einer überschwänglichen Umarmung zurückhalten. Er war definitiv ihre Rettung!
„Du bürgst dir viel Arbeit auf, Paul.“, warnte sie ihn, „Ich bin eine Niete. Wie ich das annehmbar in den ZAG geschafft habe, ist mir ein Rätsel, aber im Grunde habe ich ohnehin nur geraten … Vielleicht hatte ich einfach Glück.“ Was redete sie da? Es interessierte ihn wahrscheinlich nicht einmal! „Eh … Na ja … Ich sollte einfach die Runen lernen, nehme ich an.“, murmelte sie schließlich seufzend, „Nur dass ich das nach all den Jahren zu oft versucht habe und nie Erfolg hatte.“ Alte Runen schienen sie zu hassen … Sie hasste alte Runen. So einfach war das.

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Paul Jackson




BeitragThema: Re: Runes & Birds   Do Jun 23 2011, 00:51

Es war doch ein in hohem Maße aufschlussreiches und angenehmes Gespräch für den Vollwaisen, er konnte einfach unbedacht drauf losreden, musste auf keine Etikette achten und konnte sagen, was ihm durch den Kopf ging... dies kam viel zu selten vor - zumindest in den Augen des Amerikaners, da die meisten, ob Mugel oder Zauberer, seine Ansichten nicht verstanden und schon gar nicht teilten und hier saß sie, ihm zufällig gegenüber, eine Gleichgesinnte erster Güte. Tja da hatte er wohl doch einen guten Tag erlebt. Ja das Gespräch war wirklich ... faszinierend, und so hielt sich das echte Lächeln des jungen Mannes und seit langem hatte er mal wieder ein aufrichtiges Strahlen in den Augen, etwas das nur herauskam, wenn er wirkich voll bei einer Sache dabei war oder in hohem Maße Interesse hatte. Ob sie, die sie ihn kaum kannte die Unterschiede zu vorhin würde bemerken können? Einerlei, nun galt es der jungen Dame aufmerksam zuzuhören ihre Worte zu verstehen und halbwegs gescheite Antworten und Ideen seinerseits zu liefern. "Ich glaub mit der Panikmache hab ichs falsch formuliert, mir fällt auch gerade nichts sinnvolleres ein, was ich meine ist aber, dieser Hype um die Besten und das man einen Quidditch Spieler unbedingt zu kennen hat und das Ganze, das mein ich... weiß auch nich wie ichs besser ausdrücken kann." Und wirklich zu sagen vermochte er es auch nicht, es war wahrscheinlich einfach die Nähe zu seiner Realität die ihn von dem Sport abschreckte. Er konnte es wirklich nicht so genau ausdrücken, aber irgendwie war es das Gesamtpaket warum er Quidditch nicht so mochte, vielleicht auch weil er von der Einstellung her mehr Muggel als Zauberer war. Mit leicht nachdenklicher Stimme setzte er nocheinmal nach: "Nun vielleicht liegt es auch an meinen Überzeugungen, ich bin sehr stark fürs Praktische und in jeglicher Hinsicht kein typischer Zauberer und vielleicht kann ich dem deswegen nichts abgewinnen und vielleicht muss ich auch einfach nur selbst mal eine Partie spielen, vielleicht sehe ich es dann anders? - Man wird sehen." Schließlich wurde das Thema Muggel etwas ausführlicher behandelt ein Thema in welchem Paul sich wirklich auskannte, schließlich hatte er viele Jahre dort gelebt und nichts von der Welt der Zauberer gewusst, geschweige denn, dass er selbst ein solcher Zauberer war. "Nun die Muggelwelt... für viele Zauberer unglaublich faszinierend und kaum verständlich. Für viele andere sogar ein Rätsel oder gar ein Buch mit sieben Siegeln. Für mich, alltag, ich wusste die ersten 11 Jahre meines Lebens nichts von Magie, ich lebte wie ein jeder Muggel. Deswegen auch meine starke Bindung zur nicht magischen Welt und wenn ich ehrlich bin hast du auch nichts verpasst, wenn du nie wirklich auf die Nachrichten der Muggel geachtet hast, sie drehen sich darum was sich am besten Verkauft und das scheint meistens das Leid anderer zu sein, häufig dreht es sich um gewaltige Unfälle, um Krieg und dergleichen. Und so interessant finde ich den Lebensstil jetzt nicht, er ist einfach nur anders als der der Zauberer, einige Monate oder Jahre als Zauberer in dieser Welt und du würdest sämtliche Probleme der Muggel wirklich gut verstehen." Ja er wusste viel. Woher? Nunja er konnte sich sehr viele Dinge leicht und schnell einprägen und außerdem musste er sich das Wissen beider Welten aneignen zum einen, weil er das Erbe seiner Eltern fortführen wollte und es gleichzeitig auch musste, da er im Sommer in der nicht-magischen Welt leben musste und zum anderen, weil er gleichzeitig auch die andere Seite kennenlernen wollte, schließlich war Paul Jackson ein verdammt neugieriger Mensch, ebenso neugierig wohl, wie er aufrichtig und gerecht war.
Schließich blieb dem Halbblut nichts anderes als zu Lächeln und zu nicken, ja er würde sich das Quidditch von ihr eingehender Zeigen lassen. "Die Idee klingt doch super, ich freue mich schon darauf." Daraufhin kam die Sprache wieder auf seine Abstammung und seinen Vater zurück. Begeistert nickte Paul. "Ja mein Vater war Muggel, leidenschaftlicher Footballfan, Esser und ein ehrlich liebender Vater und dummerweise war er auch Soldat..." Es war ein leises Seufzen, was der junge Mann nun von sich gab. "Letztlich auch der Grund für seinen Tod, er fiel im Irak, alles was mir von ihm geblieben ist, ist das hier..." Damit griff sich Paull ins Shirt, bei genauem Hinsehen kamen dort auch ein zwei Narben für winzige Augenblicke zum Vorschein. Was der Amerikaner schließlich hervorholte, war ein Orden, falls man sich mit dem amerikanischem Militär auskannte, wusste man das es die höchste Auszeichnung war, welche ein Soldat erhalten konnte, ein Medal of Honor, ein Stück Metall, für den Einsatz des eigenen lebens, nicht fair. Diesen speziellen Orden trug Paul immer bei sich, er war sein Glücksbringer, gleichzeitig auch Mantra, und Teil seines Patronusgedankens. "... das ist alles was wir danach noch von ihm hatten... manch einer hätte Stolz sein können, ich verstand es damals nicht warum er weg war..." Eine der wohl negativsten Eigenschaften Pauls war, dass wenn er erstmal ins reden kam, so schnell nicht mehr stoppte, auch über seine Vergangenheit oder über unschöne Themen, er wusste nicht, ob die Schülerin dadurch vergrault wurde oder ob sie das interessierte und doch erzählte er völlig freimütig und ehrlich darüber, über seine eigene Vergangenheit und er erwartete auch kein Mitleid oder eine Gegenleistung mit dem Tod seines Vaters hatte er sich abgefunden, zumal er daran auch nichts hätte ändern können, der Tod seiner Mutter war es, der ihm wirklich zu schaffen machte, heute noch immer und über diesen hatte er auch gar nicht angesetzt zu reden, es war zu schrecklich, zu prägend für den jungen Mann gewesen. "Die Zeit die ich mit meinem Vater hatte war wundervoll, ich hatte es geliebt, jede Sekunde. Aber alles Schöne hat schließlich irgendwann ein Ende." Hier kam es wohl einmal wieder heraus, die wirklich reife und auch leicht resignierte Weltanschauung vom Amerikaner, die wenigsten seines Alters hatten bereits derartiges durchgemacht und hatten derartig viele Verluste in ihrem Leben gehabt, dass sie schon zwangsweise früh zu Erwachsenen herangereift waren. Schließlich schüttelte der Zauberer den Kopf, es war sowieso nicht mehr zu ändern und er sprach auch zuviel darüber, beim neuen Thema schließlich, zuckte er nur mit den Schultern und schenkte ihr wieder volle Aufmerksamkeit. "Es mag sein, dass man beim Quidditch viel durch Talent ausgleichen kann, aber dafür gibt es eine Obergrenze und nur einmal angenommen, es gibt zwei Spieler, die sich in Fähigkeiten zu Hundert Prozent gleichen, dann wird derjenige von den beiden besser sein, der den besseren Besen hat oder nicht? Aber ja ich lasse mich gern eines besseren belehren, ist ja nicht so als wäre ich unfehlbar oder so was?" Innerlich musste er auflachen, ja es erwärmte sein Herz und seine Seele, nicht dieses Gespräch allein, es trug viel dazu bei, aber dies allein war es nicht, viel eher, dass er dort vor sich eine Gleichgesinnte und die bei seinen Ideen und Ansichten noch nicht schreiend die Flucht ergriffen hatte, das war eine Seltenheit. Nun hoffte er, dass sie auch den Rest verstand und von seiner leicht resignierten mitunter depressiven Stimmung, sich nicht abschrecken ließ. Aber jemand mit dem Paul nicht gerechnet hatte riß ihn aus seiner kurzen Abgelnekten Depressivität, der kleine Falke, Shahin, er biß den Mann sachte in den dargebotenen Zeigefinger, nicht ernsthaft, dass es wehtun würde, eher verspielt und zögerlich. Nach dieser Aktion ließ das kleine Tier den Finger auch wieder los. Stillschweigend ließ der Amerikaner die Prozedur auch über sich ergehen und schenkte dem Vogel ein ehrliches Lächeln. "Wohl doch kein Kaninchen, eher eine Chimäre aus Schnappschildkröte und Kaninchen was?" Hiernach aber , war Paul der Meinung der Vogel würde nichts gegen eine Berührung haben und so strich er dem Tier sanft über die Feden vorne am Bauch. Schließlich reagierte die Frau völlig verwirrt und gleichzeitig interessiert über sein magisches Kunststückchen mit den Runen. Selbst konnte das Halbblut über die Reaktion nur Lächeln, die wenigsten verstanden sich heute noch auf den Umgang und die Verwendung magischer Runen mit magischen Eigenschaften. Warum auch? War den meisten zu umständlich und es ging doch so viel schneller, mit magischen Formeln und dem Zauberstab. Vielleicht mochte Paul es auch deswegen? Weil es keine typische Magie wie, die meisten verwendeten es nicht, wollten es gar nicht verwenden, einige lernten es zwangsweise aufgrund der Notwendigkeit für ihren Abschluss aber damit Magie wirken? - Nein, das konnten und wollten die meisten nicht. aber es hatte einige unübersehbare Vorteile, man brauchte zum Beispiel keinen Zauberstab und gerade dadurch konnte man Kontrahenten leicht überraschen. "Hehe, die magische Anwendung von alten Runen wird heute nicht mehr gelernt, viele wissen auch gar nicht das es geht, zumal es auch sehr umständlich ist. Musste mir das hier auch selbst beibringen aus Büchern und allerhand alten Schriften und Texten, aber hat sich sehr gelohnt in meinen Augen und mir macht es Spaß." Schließlich registrierte er ihr eifriges Nicken mit Wohlwollen, da war aber jemand eifrig und machte ihn direkt Froh, in mehrlei Hinsicht, zunächst weil er in seinem Fachgebiet arbeiten konnte und jemanden weiterhelfen konnte und wohl auch, weil er dadurch würde mehr Zeit mit der Gryffindor verbringen können. "Viel Arbeit kein Problem, die Runen sind quasi auch meine einzige Geldquelle ich fertige Übersetzungen für einige Zauberer außerhalb von Hogwarts an, da ist das bisschen Schulrunenkunde wirklich kein Problem mehr. Ein Annehmbar und Grundwissen ist doch schonmal ein guter Anfang. Wollen wir direkt damit anfangen oder soll ich dir erstmal noch die Wirkung von ein paar magischen Runenkombinationen zeigen und erläutern?"
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Miyuki Shan
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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Do Jun 30 2011, 15:51

Dieses Lächeln … Pauls Lächeln … Miyuki fand es beruhigend und zugleich entspannend, dass er nicht so ernst wie all die anderen Menschen um sie herum dreinschaute. Ein Lächeln ließ die meisten negativen Dinge für eine kurze Zeit verschwinden und die ohnehin positive Lebenseinstellung der Gryffindor konnte solche negativen Dinge nicht sonderlich gut leiden, aber sie ertragen. Doch ein Lächeln baute sie immer wieder auf.
„Nun ja … “ So waren seine Worte durchaus logischer als zuvor. „Du hast es zumindest so formuliert, dass ich es wirklich verstanden habe.“ Auch sie lächelte und dieses Lächeln war aufmunternd gemeint, ebenso legte sie ihren Kopf leicht schief und blickte ihn fröhlich an. „Aber allzu groß ist der Hype um einzelne Spieler nicht, Paul.“, korrigierte sie ihn dann mit einer solchen Gelassenheit, die bei ihr selten auftrat, „Und wie man an dir sieht, kennt nicht jeder den Namen einzelner Spieler. Zumindest der Spieler in Hogwarts. Die außerhalb des Schulgeländes … “ Kurz hielt sie inne und überlegte. „Ich interessiere mich für Quidditch, ja. Immerhin ist meine Mutter eine professionelle Spielerin, aber ich kann im Grunde auch nur die Namen verschiedener Teams und der Spieler, mit denen Kaa-san* zu tun hat.“, gestand sie. Paul fuhr mit seinen Erklärungsversuchen fort und Miyuki lauschte seinen Worten. Wann hatte sie schon jemanden getroffen, der Quidditch nicht allzu viel abgewinnen konnte? „Wegen einem Hang fürs Praktische bist du kein typischer Zauberer?“ Verwirrung schwang in ihrer Frage mit und ihr Blick, der noch immer auf ihm geruht hatte, spiegelte eben diese auch wieder. „Theorien kann ich mir aufs Verderben hin nicht merken, die Runen sind das beste Beispiel dafür. Ich kann starke Zauber und Flüche, scheitere aber an schwachen Dingen. Die Theorie langweilt mich, so dass ich sie meist nicht verstehe. Bin ich nun auch keine typische Hexe?“
Pauls Ausführungen gingen danach weiter auf das Thema Muggel ein. Seine Worte waren wahr und während Miyuki ihre braunen Augen auf den See richtete und diesen kaum wahrzunehmen schien, nickte sie langsam. Ja, sie war faszinierend. Ja, sie war kaum verständlich. Doch in manchen Teilen kannte sich die Sechzehnjährige aus. Und ein allzu großes Rätsel war es demnach nicht, das größte Rätsel war die Mechanik, die dahinter steckte. Doch als Paul dann erzählte, dass er bis zu seinem elften Lebensjahr nichts von der Magie wusste, wanderten die braunen Augen wieder zu dem Ravenclaw. War er also Muggelstämmiger? Nicht, dass es Miyuki nichts anging, aber warum war er in solch einer Zeit in Hogwarts? Aber hatte Paul vorher nicht etwas über seine Eltern erwähnt? Sie hatte es gehört, darüber mit ihm geredet, ja, aber jetzt nochmal nachzufragen, kam Miyuki falsch vor. Also wanderte ihr Blick wieder zu dem See und sie versuchte sich damit abzufinden, dass dem eben so war.
„Mein Vater … “, begann Miyuki zu erzählen, „Na ja, mein Vater hat immer gesagt, dass wir drei, also meine Geschwister und ich, mit den Dingen der Muggel umzugehen lernen sollten. Was, wenn wir allein in unserem Haus und noch nicht volljährig wären? Wir würden nicht auf gelernte Zauber zurückgreifen können. Das Haus ist voll von Geräten der Muggel und wir wissen mit ihnen umzugehen, auch wenn ich gestehen muss, dass mir ein Rätsel ist, warum sie so funktionieren wie sie es tun. Arya, meine kleine Schwester, weiß es sicherlich, immerhin experimentiert sie damit herum.“
Paul stimmte ihrem Vorschlag auf das Zeigen von Quidditch zu und schließlich beantwortete er die Frage, die Miyuki nicht auszusprechen gewagt hatte. Sein Vater war Muggel gewesen. Also war er mindestens Halbblut. Erklärte natürlich auch einiges. Hatte seine Mutter ihm verheimlicht, dass sie eine Hexe war? Soldat … Miyuki brauchte einen Moment um vor Augen zu haben, was genau ein Soldat bei den Muggeln war. Ein Krieger. Ein Krieger, der in den Krieg zog oder in solchen Gebieten dem Land zu helfen versuchte, in dem er die Bevölkerung unterstützte, Regime stürzte und Polizisten ausbildete. Oder so ähnlich. Dass Pauls Vater im Irak starb, ließ Miyuki leise ihr Beileid für ihn murmeln. Allerdings taten das wohl die meisten. Schließlich holte der Ravenclaw einen Orden hervor. Metall, mehr nicht. Geprägt. Es war nicht gerade viel, musste Miyuki sich eingestehen, so etwas konnte nie eine Art Ersatz für den Verlust eines geliebten Menschen darstellen. Und das, war Miyuki sich eingestand, sprach Paul auch nur Bruchstücke später aus. Wissend nickte die Halbjapanerin mit irischem Vater. „Konnte deine Mutter es nicht erklären?“, erkundigte Miyuki sich und wieder wanderten die braunen Augen zu dem Jungen, „Haben die euch keine weitere Hilfe angeboten? Euch einfach so fallen lassen?“ Die Folgenden Worte Pauls ließen die Gryffindor schlucken. Sie waren wahr, aber die Wahrheit, die harte Realität, waren nun einmal nichts, was man schulterzuckend hinnehmen konnte – ganz gleich welche Lebenseinstellung man hatte.
Mit einem Kopfschütteln wendete sich Paul wieder Quidditch zu und Miyuki war im Grunde ihres Herzens froh darüber, dass dieser Themenwechsel eintrat. Sie war neugierig, ja, und sie musste sich eingestehen, dass sie dem Ravenclaw gern zuhörte, doch dieses letzte Thema schien zu sehr an Schmerz gebunden zu sein. An Schmerz für den Jungen. Miyuki wollte diese Wunden nicht weiter aufreißen und hielt sich aus diesem Grund zurück, auch wenn es sonst nicht ihre Art war. Direkt heraus, keine Rücksicht auf Verluste, so verhielt sie sich oft. Doch irgendwie wollte sie bei Paul nicht so handeln. Der Grund dafür war ihr allerdings selbst schleierhaft.
„Mir ist nur noch nie jemand gleiches über den Weg gelaufen.“, meinte die Gryffindor, „Und wenn, dann ist dieser Wettkampf, der von besseren Ausrüstungen angeführt wird, höchstens bei den Suchern von Bedeutung.“ Sie blickte Shahin an, ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen. „Hüter brauchen Können, ein besserer Besen sorgt zwar für Wendigkeit und Schnelligkeit, aber wenn ein Hüter nicht von sich aus auch schon so ist, bringt ein solcher Besen wenig. Treiber brauchen ebenfalls keine guten Besen, solange sie die Klatscher treffen und richtig zielen können. Das ist wie bei … “ Miyuki überlegte. Muggelsport war das … Als sie in ihrem vierten Schuljahr beim Training war, nicht als Mitglied des Teams, aber mit einer Erlaubnis, hatte der Kapitän diese Sportart erwähnt und sie alle das am Boden spielen lassen. „Baseball.“, sprach die den Namen fast schon stolz aus, „Wie bei Baseball.“ Ein breites Grinsen trat in ihr Gesicht. „Und die Jäger … gut, bessere Ausrüstung sorgt für Vorteile, doch im Grunde macht das Teamplay alles aus. Wenn das nicht vorhanden ist, dann sind sie im Nachteil. Und Teamplay wird nicht durch Ausrüstung gefördert.“
Als Paul Shahin schließlich über leicht über das Federkleid am Bauch strich, ließ dieser es einfach geschehen. Dann jedoch wendete Paul sich dem eben dargebotenen Kunststück zu und Shahin, der weitere Streicheleinheiten wollte, protestierte, in dem er dem Jungen einfach immer näher kam und sich schließlich auf einem seiner Knie niederließ – den Blick fest auf den Jungen gerichtet.
„Es gibt Bücher und Texte darüber?“ Warum hatte Miyuki solche nie zu sehen bekommen? „Du fertigst Übersetzungen für Zauberer außerhalb Hogwarts' an?“ Sie wollte ihren Ohren nicht ganz trauen. Hatte sie sich etwa den besten der besten für die sogenannte Nachhilfe geangelt und das auch noch, ohne es zu wissen? Sein Vorschlag mit dem sofortigen Beginnen klang in den Ohren der Gryffindor gut, doch der zweite Vorschlag reizte sie noch mehr. „Zeig mir noch mehr.“, forderte sie ihn auf, „Bitte!“ Sie war gespannt darauf, was der Junge noch alles machen würde und was man alles mit den Runen anstellen konnte. Wie weit ging die Macht und wie stark waren die Fähigkeiten, die die alten Runen besaßen? Das war fast schon spannender als neue Flüche auszuprobieren und Miyuki liebte es.

*Erklärungen
Kaa-san = Mutter (jap.)

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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Do Jun 30 2011, 21:27

"Na immerhin eine scheint mich zu verstehen, wenn ich es schon nicht selbst tue." Darauf musste der junge Mann auch anfangen zu Lachen, ja das war irgendwie typisch, andere verstanden ihn besser als er selbst, wohl deshalb, weil er sich nur mit wirklich wenigen Dingen derartig konkret auseinandersetze wie mit der Reinheit des Bluts und den damit verbundenen Ungerechtigkeiten oder mit alten Runen oder Tieren. Schließlich ging das Gespräch wieder zum Quidditch und Paul kam irgendwie nicht umhin zu lächeln, ja er mochte Miyuki wirklich und das wusste er bereits nachdem er sie kaum 10 Minuten kannte. Das Leben fand will immer andere Wege als man dachte... und an Schicksal glaubte Paul nicht, viel eher an Selbstbestimmung. "Nun ich kenne sie aus dem einfachen Grund nicht, dass ich mir heute kaum noch spiele ansehe und eher wenige Personen hier an der Schule kenne und wenn ich über etwas rede, dann ist das eher im Ausnahmefall Quidditch, daraus kannst du mir keinen Strick drehen. Aber ich wette du könntest so ziemlich jeden anderen Schüler fragen und er kennt mindestens die Namen der Quidditchspieler seins Hauses." Nun nickte er wissend, das erklärte auch, warum sie den Sport so mochte und derartig hinterher war. "Okay das erklärt auch, was du dem Sport abgewinnen kannst, Wo spielt deine Mutter denn?" Ihre Aussage zum pragmatismus musste der Amerikaner mit einem Kopfschütteln quittieren, nein sie hatte ihn falsch verstanden, aber mit ihr würde er alle Geduld der Welt haben und ihr alles ganz in Ruhe und gelassen erklären. "Nun, ich meinte es anders, nicht auf Zauber bezogen, ich meinte das den meisten Zauberern den Sinn für richtige Arbeit fehlt, ich meine, wenn etwas kaputt geht, ist ein Reparo schneller gesprochen, als das Stück langsam und in Ruhe wieder instand zu setzen, ebenso mit dem Heben von Dingen oder solcherlei meine ich. Dadurch geht den meisten Zauberern eine menge an guten Erfahrungen verloren, ich finde, etwas das man mit seinen eigenen Händen ohne Magie gefertigt hat, ist hunderte Male mehr Wert als, alles eben dahergezauberte. Ich hoffe, ich hab das jetzt halbwegs klar ausgedrückt?" Das sie eine praktische Magieanwenderin war, brachte den jungen Mann auch direkt zum lächeln. "Gut, ich finde einen Zauber ausführen zu können auch hunderte Male wichtiger, als zu wissen wie man es theoretisch machen könnte, das ist so abstrakt und hilft einem in keiner erdenklichen Weise, denke ich. Ich verstehe mich auf beides relativ gut, aber naja ein Meister bin ich wohl noch lange nicht." Hier folgte ein Lachen des Mannes, selbstkritik? Genau konnte er es selbst nichteinmal sagen, aber wohl am ehesten Verlegenheit, er stellte sich ungern in den Vordergrund oder gab an, mit dem was er konnte. "Auch wenn ich deinen Vater nicht kenne, abe rich mag ihn scheinbar jetzt schon, ein Zauberer, der Bodennähe behält und nicht völlig abhebt. Einer der eine in meinen Augen gute Entscheidung für euch getroffen hat. Du hast Geschwister? Sind die auch hier auf der Schule? Also die grundsätzliche Funktionsweise von den meisten Gegenständen könnt ich dir auch erklären, aber wenn das zu sehr in Mikrotechnik mündet hab auch ich dann keine Ahnung mehr, aber wenn du da irgendwann mal Fragen hast und seien die aus purer Neugier, nur her damit." Schließlich kam das Gespräch zu seinem Vater und scheinbar hatte Miyuki einen völlig falschen Eindruck vom Krieg ein verklrätes Bild, aber das konnte der Amerikaner nicht im Ansatz ausmachen, woher auch, waren es doch ihre ureigenen Gedanken. Der Krie war grausam, unnötig grausam und niemals gab es im Krieg Gewinner. Krieg - Krieg bleibt immer gleich. war gra Als er ihr schließlich den Orden zeigte stellte sie eine Frage, welche den Mann kurz seufzen ließ, aber wenn er es jetzt erzählte hätte er es hinter sich und früher oder später würde er es ihr sowieso erzählen, immerhin verstand er sich mit dem Mädchen, nach nun einer knappen Viertelstunde Blendend und es schien auch keinen Grund zu geben, dass die Beiden sich nicht würden leiden können. "Meine Mutter? Sie kam selbst nicht damit zurecht und nahm allerhand Tabletten und tötete sich durch eine Überdosis und so bin ich dann auch als Waise im Heim gelandet und später hab ich rausgefunden, dass sie der Zaubererteil meiner Familie war, sie hatte sich aber von der Magie abgewendet, alles hinter sich gelassen, auch deshalb weil Voldemort ihre gesamte Familie ermordet hatte, sie blieb relativ unbehelligt, weil sie als Muggel unter ebensolchen lebte. Naja mir wurde in soweit geholfen, dass ich ins Waisenhaus kam, aber das war es soweit, das Leben eines Menschen zählt sehr wenig, vor allem dann, wenn es "nur Soldaten" sind... aber das Leben ist niemals einfach und hey meinen absoluten Optimismus hat mir bisher absolut niemand nehmen können." Auch wenn das jetzt folgende Lächeln ein wenig gekünstelt wirkte, so war er doch froh, es erzählt zu haben und er erwartete in diesem Thema zunächst keine weiteren bohrenden Fragen von dem Mädchen. "Okay ich geb zu, das war ne sehr hypothetische Überlegung, aber mal rein hypothetisch, stell die zwei Quidditch Teams vor, die Spieler alle absolut gleichwertig an Fähigkeiten Kraft Finesse etc. und das eine Team hat 20 Jahre alte Halbtrümmerbesen und die anderen die neuesten Feuerblitze. Dann wäre das Team welches die neuen besseren Besen besitzt doch sicher überlegen oder nicht? Ach vielleicht sehe ich das ganze auch einfach zu eng, aus meiner beschränkten Halbmuggelsicht." Miyuki erzählte noch weiter über Quidditch und der junge Zauberer hörte einfach aufmerksam zu und behielt die Infos im Hinterkopf, während er den kleinen Falken sanft durchs Gefieder strich. Vorsichtig ging Paul zu werke, beinahe als würde er es mit einem Küken zu tun haben, aber was Tiere anging, war sich der junge Mann eigen und ließ sich auch von niemandem hereinreden. Schließlich hockte der Falke auf dem Knie des Mannes, leicht schmerzhaft bohrten sich die Klauen in das Fleisch des jungen Mannes und er begann aus kleinen Wunden zu Bluten, aber es war nur leichter Schmerz und der Amerikaner war hart im Nehmen, er ließ es einfach mit sich geschehen und beinahe Geistesabwesend streichelte er den Falken weiter, er hatte einfach ein Herz für Tiere. "Ja es gibt Bücher, aber rate in welcher Sprache die verfasst sind." Hier lächelte der junge Mann: "Genau in alten Runen und dazu in denen die in der Schule hier kaum beigebracht werden, in den wirklich alten Runen... hab mir dann alles nach und nach erarbeitet." Ihre nächste Aussage verwirrte den jungen Mann schließlich und so klang auch seine nächste Antwort: "Nun äh... ja, muss ja schließlich irgendwie meinen Lebensunterhalt verdienen. So ungewöhnlich?" Schließlich nickte er. "Ok..." Kurz überlegte er ob er ihr eins seiner Geheimnisse anvertrauen konnte, schließlich zuckte er mit den Schultern, sah sich kurz um, als er niemanden entdeckte, nickte er und ließ kurz von Shahin ab. Paul richtete seine rechte hand mit der Handfläche nach oben, auf den See aus. Zunächst berührte er mit seinem Daumen einen scheinbar beliebigen Punkt auf seiner Handfläche. Seine Linke Hand mit Handfläche Richtung Seh, ein Stück höher hinter der rechten Hand. Nun schnippste er erst mit Mittelfinger und Daumen der rechten Hand. In seiner Hand entstand eine Flamme, sie schoss etwa 10 Zentimeter in die Höhe und schien dort von einer unbekannten unsichtbaren Kraft in Ruhe gehalten zu werden. Daraufhin schnippste der Ravenclaw mit Mittelfinger und Daumen der linken Hand. Es kam ein Windstoß auf, welcher von der linken hand ausging. Dieser Windstoß war Kegelförmig begrenzt und schoss durch die Flamme und schickte das Feuer in einer geraden Flammensäule auf den See hinaus, Dieser "Flammenwerfer" reichte circa 20 Meter auf den See hinaus. Dann war die Wirkung beendet. Direkt danach berührte der junge Mann mit seinem rechten Zeigefinger einen wieder scheinbar beliebigen Punkt auf seiner Handfläche und direkt darauf war sein gesamter rechter Arm beschrieben, es sah aus wie sehr viele Tätowierungen und wenn man genau hinsah, war sein rechter Arm übersäht von alten Runen."Nun ich habe mir meinen gesamten Körper mit alten Runen tätowiert und füge sie nach bedarf zusammen oder aktiviere sie mit bestimmten Kommandos. Aufgrund von anderen Runen, kann ich diese Runen unsichtbar werden lassen. Was ich eben gemacht habe: Zunächst die Sperrung der Runen aufgehoben und anschließend einige Runen meiner rechten Handfläche aktiviert und ein Feuer erschaffen, welches meiner rechten Handfläche aufgrund einer Schutzrune nichts tun kann und anschließend habe ich in meiner Linken Hand die Runen aktiviert um einen Luftstrom zu erzeugen der extrem stark mit Sauerstoff angereichert war. Dadurch kann ich eine Flammensäule erzeugen, es ist noch eine menge anderes möglich, aber nicht spontan, darauf müsste ich mich vorbereiten oder es wären Zauber die ich hier nicht zeigen möchte." Schließlich tippte er wieder auf dieselbe Stelle auf seiner rechten Handfläche, nur das man diesmal sehen konnte, das dadurch eine Rune kurz aufleuchtete, anschließend verschwanden die Runen auf seinem rechten Arm wieder und waren unsichtbar. "Aber ich glaube bevor du die magischen Runen und ihre Fähikeiten und mannigfaltigen Kombinationen kennenlernst und ausprobieren kannst, fangen wir mit dem einfachen Schulzeug an oder?" Ein wenig verlegen schaute er nun drein, hatte aber ein scheues Lächeln aufgesetzt, er hatte ein wenig Angst, dass er mit den Runen seine Wirkung verfehlt hätte.
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Miyuki Shan
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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Fr Jul 08 2011, 00:09

Die Sechzehnjährige war über sich selbst verwundert. Seit wann redete sie so lange mit Jungen? Seit wann schien sie mit einem Jungen auf selber Wellenlänge zu liegen? Nicht, dass sie keine männlichen Freunde hatte, aber meist war ihr Zwillingsbruder die Person, die sie am ehesten verstand. Doch Paul Jackson hier neben ihr ... Er schien in gewisser Weise irgendwie wie ein männliches Gegenstück zu ihr zu sein, auch wenn die familiären Hintergründe und die verschiedenen Nationen, die in ihnen vereint waren, unterschiedlicher nicht hätten sein können.
Paul ging weiter auf das Thema Quidditch ein. Miyuki lauschte noch immer seinen Worten und so merkwürdig es auch klang, dass jemand sich kaum noch Spiele ansah, so verständlich waren seine Ausführungen und Erklärungen dennoch. Doch an seinen Worten, dass jeder andere mindestens einen Namen eines Spielers aus seinem Haus nennen könnte, war ebenso etwas Wahres. Doch konnte Paul das nicht auch? Sicherlich und wenn es ehemalige Spieler wie zum Beispiel Cho Chang waren.
„Kaa-san spielt in der japanischen Liga.“, berichtete Miyuki stolz, „Sie tritt für Toyohashi Tengu an, vielleicht sagt dir das etwas. Wird in Quidditch im Wandel der Zeiten erwähnt und ist aus dem asiatischen Raum her die wohl bekannteste Mannschaft – und sie verbrennen ihre Besen nicht mehr alle.“ Sie hielt kurz inne, lächelte dann. „Und Kaa-san spielt für das japanische Nationalteam.“ Ja, sie war definitiv stolz auf ihre Mutter. Und sie wollte irgendwann in ihre Fußstapfen treten. Professionelle Quidditchspielerin werden, das wäre Miyukis größer Traum. Aber auch zwei andere Berufe hatte sie bereits ins Auge gefasst, allerdings würde sie für das eine eventuell Alte Runen benötigen und wenn Paul kein Wunder vollbrachte, war sie verloren.
„Reparo ist schneller gesprochen als eine langsame Reparatur.“, wiederholte Miyuki die Worte des Älteren. Wusste er überhaupt, was er da sagte? Es fiel Miyuki schwer nicht in Lachen auszubrechen. Für sie war eine muggelartige Reparatur schneller als dieser leichte Zauber, der bei ihr meist mehr zerstörte als vorher zerstört gewesen war. Die Kleine konnte sich das Grinsen nicht verkneifen, ging aber nicht auf diesen Punkt ein, denn im Endeffekt wusste sie ja, worauf der Ravenclaw hinaus wollte. Sie war zwar eine Gryffindor, aber nicht auf den Kopf gefallen oder doof.
„Natürlich hast du das verständlich ausgedrückt.“, bestätigte sie ihm, „Auch wenn ich den Punkt mit dem selbst zusammensetzen und zaubern und wertvoller nicht ganz unterstreichen kann.“ Aber das lag immerhin daran, dass eine gezauberte Reparatur bei ihr wertvoller war als eine handliche, da sie eben nicht so geübt mit diesem einfachen Zauber war und ihn förmlich verfluchte. Doch woher sollte Paul so etwas wissen? Und es war sicherer, wenn sie ihm das nicht auf die Nase band, die Lehrer hatten ja schon ihre Scherze darüber. Denn wie normal war es, Fluchexpertin zu sein und dann an solch einfachen Zaubern zu scheitern? Unnormal. Sehr unnormal.
Als Paul seinen Standpunkt zur Praxis und Theorie eines Zaubers erklärte, musste er anschließend lachen. Miyuki konnte seine Worte bloß mit einem Kopfnicken unterstreichen, er sprach ihr wirklich von der Seele. Theorie langweilte nicht nur, sie war nutzlos. Sollte sie Todessern oder anderen Gefahren entgegentreten und ihnen die Theorie an den Kopf werfen und darauf hoffen, dass sie sie langweilte? Man würde sie bloß auslachen!
Anschließend meinte Paul, dass er ihren Vater bereits jetzt schon mochte. Na ja, war es unnormal, dass ein Zauberer seinen reinblütigen Kindern die muggelartige Praxis erklärte solange sie nicht volljährig waren und demnach einfach so Zaubern durften? Aber dieses Lob seinerseits ließ Miyuki breit lächeln und noch stolzer auf ihren Vater sein. Ja, trotz allem, was zwischen Vater und einer sechzehnjährigen Tochter eben so herrschen konnte, liebte sie ihn. Er war eben ihr Vater. Das war doch normal, dass eine Tochter ihre beiden Elternteile so sehr mochte.
„Ja, habe ich.“, bestätigte Miyuki seine Frage nach ihren Geschwistern ein wenig verwundert. Sie hatte gemeint, dass einige wussten, dass es zu Miyuki zumindest noch das männliche gegenstück in Form ihres Zwillingsbruders Kuroda gab. Dass Arya mit ihren vierzehn Jahren vielleicht nicht als ihre kleine Schwester benannt wurde, war ja nicht so schlimm, doch allzu viele Asiaten gab es auf Hogwarts nicht und so einige dachten häufig, dass Miyuki mit dieser Janina aus Gryffindor oder Ryuuji aus Ravenclaw verwandt war. Nein, war sie nicht. Mit ersterer hatte sie kaum etwas zu tun und letzterer war nur der beste Freund von Kuroda. „Einen Zwillingsbruder, nur wenige Minuten jünger als ich.“, erzählte sie ihm ruhig, „Kuroda. Er ist auch in Gryffindor. Im Grunde ist er wie ich, nur männlich. Aber äußerlich sieht man nicht wirklich, dass wir Zwillinge sind, abgesehen von dem Asiatischen.“ Sie deutete mit dem Zeigefinger ihrer linken Hand auf ihr Gesicht. „Und eine zwei Jahre jüngere Schwester. Arya Megumi.“, fuhr sie fort. Ja, Arya war die zweite, die einen Doppelnamen wie sie selbst hatte, aber die Gryffindor hatte ihrem neu gewonnenen Freund ihren Zweitnamen ja nicht einmal genannt, woher sollte er es dann also wissen? „Auch in Gryffindor. Sie ist ein kleines Genie, aber ziemlich verrückt. Streiche sind ihr Metier, also nimm dich in Acht, wenn du eine kleine Asiatin auf dich zukommen siehst, die nicht ich ist, aber Ähnlichkeit mit mir hat.“ Wobei die meisten ja behaupteten, dass sich Asiaten ohnehin alle glichen. Welch eine Lüge! „Außer Kaa-san waren dann alle Shans hier in Gryffindor. Dad, Kuro, Arya und ich.“, fuhr sie fort, „Aber Kaa-san war ja auch in Japan auf der Schule.“
Und damit wechselte das Thema zu seiner Familie. Und dieses von ihr nur zögernd angesprochene Thema über seine Mutter ließ er nicht unbeantwortet, sondern gestand es ihr ohne zu zögern. Miyuki war beeindruckt, auch wenn die Geschichte dahinter eher traurig war. Paul lächelte dennoch. Nur irgendwie war Miyuki die Lust an einer Nachfrage vergangen. War es der bittere Nachgeschmack einer harten Realität, der sie sich in eben diesem Moment ausgesetzt sah? Ja, sie selbst hatte dieser Realität als kleines Kind ins Auge blicken müssen, damals, als sie von Zuhause nach dem Umzug nach Irland weglief und ihr dort aufgegabelter Begleiter in dem Versuch sie zu retten sein Leben verlor. Ihre Mutter hatte sie gerettet und die Konsequenz des Ganzen waren private Zauberstunden gewesen, in denen Arya, Kuroda und sie zaubern gelernt hatten. Nur, damit so etwas nicht wieder geschah.
Sie war sichtlich erleichtert, als das Thema sich wieder dem Quidditch und dieser Theorie widmete. Miyuki wollte wiedersprechen, wollte ihre soeben genannte Hypothese wiederholen, doch es würde nur diese kleine Meinungsverschiedenheit höher schaukeln und eventuell diese Vertrautheit zerstören. Zumal sich Miyuki in der Nähe des Ravenclaws wohl fühlte und nicht dieses Gefühl durch eine Streiterei zerstören wollte. Obwohl .. Unterschiedliche Ansichten hatten auch etwas Gutes an sich.
Es gab also Bücher darüber. Aber allein die Aufforderung zum Erraten der Sprache ließ Miyuki seufzen. Alte Runen. Wie sehr sie sie hasste! Konnte man das schon Feindschaft nennen? Warum musste Paul sich seinen Lebensunterhalt verdienen? Gut, seine Eltern waren verstorben, doch hatte man ihm wirklich GAR NICHTS hinterlassen? Und ja, es war ungewöhnlich, also nickte Miyuki an dieser Stelle seiner Frage.
Schließlich blickte Paul umher. Anscheinend wollte er nachsehen, ob sie wirklich gänzlich allein waren. Was hatte er vor? Irgendwie verunsicherte er die kleine Gryffindor ein wenig, so ungern sie es zugab, aber so war dem einfach. Paul machte eine Reihe verschiedenster Bewegungen deren Bedeutungen Miyuki gänzlich unbekannt waren, doch das Endprodukt dessen war eine kleine Flamme, die in der Luft über seiner Hand schwebte. Miyuki blickte diese erstaunt an, wusste ihr Erstaunen nicht in Worte zu fassen. Wie oft geschah es, dass sie so häufig innerhalb kürzester Zeit keine Worte aussprechen konnte? Selten! Der Ravenclaw vollführte noch etwas mit dieser Flamme und Miyuki öffnete den Mund vor Überraschung, bis er anschließend etwas auf seiner Hand berührte und sein Arm komplett beschrieben war. Alte Runen. Sie sahen aus wie Tattoos und erinnerten die Gryffindor an die Yakuza, von denen ihre Mutter behauptet hatte, dass auch sie Fuß in der Welt der Zauberer gefasst hatten und eine Art japanische Todesser darstellen wollten.
Pauls Erklärung ließ Miyuki ihn skeptisch aus ihren braunen Augen heraus anblicken. Den gesamten Körper mit Runen übersäht? Wer tat so etwas? Wieso tat man so etwas? Aktivieren? Kommandos? Sichtbar und Unsichtbar? Wollte er sie verwirren? Miyuki schwirrte der Kopf. Die Gryffindor wusste nicht, was sie sagen sollte, wusste nicht, wie weit sie seinen Worten glauben sollte. Es war überwältigend und gleichzeitig erschreckend. Diese ausgehende Macht von diesen winzigen ... Dingern. Sie konnten zerstören. Sie konnten sicherlich auch weitaus Positiveres machen. Die Sechzehnjährige wollte sich darüber keine Gedanken machen, aber in ihrem Kopf schwirrten die Fragen und Gedanken nur so und demnach konnte sie dagegen einfach nichts tun. Das war einfach zu ... seltsam!
Nun ließ Paul die Runen verschwinden und Miyuki starrte auf die Hand und den Arm des Ravenclaws, die noch vor so wenigen Sekunden anders ausgesehen hatten. Wie viele wussten davon? Wussten Lehrer davon? Wussten seine ... Klienten davon? Hatte er das erst nach dem Tod seiner Eltern getan? Hatte er sich wirklich selbst tätowiert? Und woher hatte er all diese Runen?
„Schulzeug, ja.“ Es klang matt, fast schon erschöpft. Vom bloßen Beobachten dieses Könnens war die Sechzehnjährige noch immer überwältigt. Mit ihrem jetzigen Können würde sie so etwas nie schaffen, doch wenn man bedachte, wie sie Zauber handhabte ... Würde sie so etwas vielleicht auch eher als leichtere Dinge schaffen? Immerhin war es bei ihr mit Zaubern und Flüchen so. Doch irgendetwas in ihr sagte ihr, dass sie es nicht schaffen würde. Alte Runen und sie. Wie hatte sie es vorhin noch beschrieben? Eine Feindschaf. Wie Feuer und Wasser, Luft und Erde.
Paul sah verlegen aus, doch er hatte keinen Grund dazu. Das wollte ihm die Halbjapanerin mit einem aufmunterndem Lächeln zeigen, auch wenn es ein wenig unsicher erschien. Trotzdem. Paul war sicherlich der beste Lehrer in diesem Fach, den sie sich wünschen konnte.

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Goose schrieb:
Zur nächsten sich bietenden Gelegenheit betrinke dich heimlich hemmungslos und rede mit einem X-Beliebigem den du triffst über alles was dir auf dem Herzen liegt.
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Paul Jackson




BeitragThema: Re: Runes & Birds   Mi Jul 20 2011, 10:40

Es war schon ein faszinierender Anblick, Paul im Gespräch mit einer anderen ihm bis dato nahezu unbekannten Person und das Gespräch dauerte schon eine Zeit lang an, es wirkte bisher nicht im Ansatz so, als würden die beiden sich nicht verstehen können und Paul war bisher sehr zurückhaltend mit seinem Zynismus und seinem Sarkasmus, wo er sonst mit diesen nur so um sich warf. Nein er hatte niht im Ansatz vor diese zu verwenden, was er sonst eigentlich nur dann tat, wenn er mit vertrauten Personen umging und Miyuki war ihm absolut unbekannt und doch kam es ihm so vor als kannten sie sich schon länger, derartig vertraut wie sie miteinander umgingen. Aber manchmal verstand man sich einfach instinktiv. Während dieser Gedankengänge, legte sich ein leichtes Lächeln auf die Lippen des jungen Mannes, ja man konnte nicht immer wundervolles erleben, aber manchmal waren es eben die kleinen Dinge, die einen erfreuen sollten und welche einen weiter brachten. Schließlich verwendete das Mädchen einen Begriff, welcher dem Amerikaner nicht geläufig war und so hob er eine Augenbraue und hatte einen fragenden Ausdruck im Gesicht, selbst sprach er nur: "Kaa-san? Wenn ich raten darf... Mutter?" Schließlich schüttelte er kurz seinen Kopf, aber der fragende Gesichtsausdruck wollte nicht weichen, auch wenn es weniger stark ausgeprägt war, als noch Momente zuvor. "Wieso sollte man seinen Besen verbrennen, was hätte das für einen Sinn? Sollte man sie dann nicht eher verschenken oder so? Naja andere Kulturen andere Sitten." Es war nur ein Achselzucken ehe er schließlich fortfuhr, mit einer leicht positiven Stimmung, denn er hätte nicht erwartet, dass Yukis Mutter derartig bekannt war. "Dann ist deine Mutter im Asiatischen Raum bestimmt soetwas wie eine Berühmtheit oder? Aber sie ist bestimmt nichts gegen die nächste Genereation, ich sehs schon vor mir, Miyuki Shan, größte Quidditchlegende, die jemals existierte und existieren wird." Als Paul diesen letzten Teil von sich gab, sprach er dabei in vollem ernst und mit einer Überzeugungskraft, dass Yuki es vielleicht selbst glauben könnte. Pauls Gedanken waren noch immer beim Gespräch, schweiften aber zum Teil auch ab. In jedem Falle wirkte er voll auf das Gespräch hier konzentriert. Es waren seine anderen Sinne, welche gerade auf Wanderschaft gingen. Die leichte Brise auf der Haut des Mannes, dazu die Sonnenstrahlen, welche auf seiner Haut kitzelten. Paul genoß einfach alles, immer wenn es etwas gab und es waren wie meist, die kleinen Dinge. Schließlich erzählte das Mädchen weiter und der Ravenclaw musste sich bemühen um wieder voll dem Gespräch folgen zu können und nichts zu verpassen, dass war das Letzte, was er nun wollte. "Inwiefern kannst du das selbst nicht unterstreichen, Probleme mit dem Reparo?" Die Frage war eher rhetorischer Natur und es fiel ihm nicht schwer aus ihrem Gesichtsausdruck zu deuten. "Argh, verdammt hab ich ein denkbar ungünstiges Beispiel genommen. Aber wie kann dir dieser Zauber Probleme bereiten, wo du doch sonst die ganzen schweren einfach mal so mit bravour hinlegst?" Hier spielte er auf die wenigen Male an, zu denen Paul die Halb Japanerin hat Zaubern sehen, in den Stunden bei der DA oder aber zu den seltenen Gelegenheiten im Unterricht und stets hatte sie großartige Leistungen vollbracht und Zauber wirklich gut hinbekommen um nicht zu sagen, perfekt. Schließlich reagierte sie mit Verwunderung auf eine seiner Fragen. "Nun ich sage es mal so, ich habe einige Schüler hier gesehen mit asiatischen Wurzeln und ich aufgrund meiner Herkunft bin der Letzte der einfach alle nur über einen Kamm schert, dazu bin ich in einer Gegend aufgewachsen in der es ernsthafte Schwierigkeiten bedeuten konnte, wenn man nicht die "richtige" Hautfarbe hatte, daher hatte ich keine Ahnung, dass es deine Geschwister sind. Ach verdammt, ich rede wieder zuviel." Kurz brach er in ein Lachen aus, es war nervös, er versuchte etwas zu überbrücken. Ja Paul war was Gespräche auf fremden Terrain anging kein Meister und sehr nervös, alla das Tier hat mehr Angst als du vor ihm, nur das es hier der Amerikaner war, welcher vor der Halb Irin Angst hatte. Mehr oder weniger. Seltsam, er würde sich ohne zu zögern von einem Besen stürzen, in den freien Fall, war aber zu nervös um ein Gespräch zu führen, welches sich nicht um Themen drehte, die ihm lagen. Mit einem Nicken nahm er dann ihre Geschwister zur Kenntnis, "Dann Freue ich mich schon darauf die beiden kennenzulernen und vor deiner Schwester hab ich keine Angst, wie gesagt, ich bin sehr praktisch veranlagt und wenn sie irgendeinen Zauber auf mich wirken will, krieg ichs wohl noch hin sie davon abzuhalten und wenn, ein wenig Heiterkeit und lachen tut doch ab und an allen mal gut, nicht?" Weiterhin verfolgte der Mann ihre Worte gespannt, ehe er wieder zu einer Antwort ansetzte: "Nun eine volle Gryffindorfamilie. wo meine Mutter und ihre restliche Familie zur Schule gingen, kann ich absolut nicht sagen, ich hab gesucht, aber nix gefunden, aber ist auch nich so schlimm, warum in der Vergangenheit wühlen, wenn man doch noch vorne blicken sollte." Kurz gab es betretenes Schweigen zwischen den Beiden, als der Achtzehn-Jährige so bereitwillig Preis gab, was aus seiner Familie wurde. Schließlich leitete Paul wieder um zum Quidditch, diese Stille behagte ihm nicht und Yuki schien nicht weiter nachfragen zu wollen, was den Amerikaner sichtlich erfreute, da er es hinter sich hatte und er sich nun andneren Gedanken zuwenden konnte und die Vergangenheit erneut vergessen konnte. Yuki nahm es letztlich allerdings hin und Achselzuckend akzeptierte Paul auch, dass die beiden einfach verschiedene Meinungen bezüglich dieses Themas hatten. So blieb nur noch Thema alte Runen. Paul war Meister des Faches, er wollte nicht angeben, definitiv nicht und sich selbst überschätzen auch nicht, aber manchmal hatte er dein Eindruck, er wusste mehr als ihr Lehrer in diesem Fach, zumal Paul sich vieles selbst beigebracht hatte und sogar Magie über die alten Runen wirken konnte, etwas das ihr Professor ihnen bisher nicht gezeigt hatte. Was allerdings verwunderlich war, er zeigte nur wenigen, was er mit diesen vermochte und Yuki war bisher die Einzige welche nun um das Geheimnis seines Tätowierten Körpers wusste und doch, hatte er ihr alles ohne zu zögern gezeigt und keine Scheu gehabt alles zu erklären und zu zeigen. Warum? Das war die entscheidende Frage und Paul, ein sonst durchweg logischer Charakter, konnte sich darauf selbt keine Antwort geben. Bis er dahin gekommen war, hatte es allerdings lange gedauert und es gab noch viel zu lernen und die Tätowierungen, nun er könnte sie bei Bedarf entfernen, aber man konnte sie nicht sehen und er persönlich fand sie unschön. Allerdings, hätte er einen Fehler gemacht dabei, wäre das unglaublich stark nach hinten losgegangen, aber jemand, der sich sein Lebensunterhalt mit etwas verdiente, sollte es doch zumindest soweit können, das keine Fehler auftraten. Er war einfach dazu gezwungen, Geld zu verdienen, Paul war schlichtweg darauf angewiesen, da es kein Erbe gab, sie hatten in einer Mietwohnung gelebt und sie hatten nur wenig zurückgelegt gehabt. Anfangs hatte er sich nur knapp über Wasser halten können und sein gesamtes Schulequipment waren zunächst Leihgaben und Olivander die gute Seele hatte ihm diesen Zauberstab geschenkt. Diesen welchen er heute noch immer hatte. Er war wieder zu weit abgewichen, mit einem Kopfschütteln, zwang der Ravenclaw seine Konzentration zurück auf das Gespräch. Nach seiner Zurschaustellung, wirkte der junge Mann jedoch ermattet, ausgelaugt, die Körperrunen, zehrten stark an seinen Kräften sie waren auch mehr für Notfälle, als für etwas anderes. Mit einem seufzen gab er noch einen Wunsch von sich: "Ich würde dich bitten, dass hier nicht jedem zu erzählen, es weiß bisher kaum jemand und es sollen auch nicht zuviele Leute wissen, in Ordnung?" Mit dieser Frage hatte der Jugendliche ein derartig breites Lächeln aufgesetzt, dass es Yuki eigentlich nur davon überzeugen konnte, diesem Wunsch zu entsprechen. Schließlich zeichnete der Mann vier Symbole in den Sand vor sich und zeigte jeweils auf eines Dieser Symbole, und benannte die Bedeutung: "Feuer, Wasser, Erde, Luft, das sind grundlegensten Runen und viele andere bauen darauf auf und man kann sich über diese oft eine Bedeutung herleiten. Ich weiß, dass man hier in Hogwarts anders anfängt, man lernt es mehr wie eine Sprache und das ist in meinen Augen der Fehler, da Alte Runen nicht wie übliche Sprachen die man verwendet aufgebaut sind." Schließlich hörte er weit entfernt über dem See ein lautes hohes Kreischen, kurz schaute der Mann auf und der Anblick war wunderschön. Der Weißkopfseeadler ging soeben in den Sturzflug über und schoss nur so in die Tiefe, ehe das majestätische Tier kurz vorm Wasser abbremste, leicht eintauchte und etwas packte, etwas das Paul aus der Entfernung nicht ausmachen konnte. Sylvie hatte sich einen Fisch ´geangelt, derweil kraulte Paul dem Falken auf seinem Schoß noch immer.
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Miyuki Shan
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BeitragThema: Re: Runes & Birds   Mi Jul 27 2011, 01:10

Noch immer lauschte Miyuki den Worten des Älteren gebannt. Sie waren definitiv in den meisten Dingen auf einer Wellenlänge und die Gryffindor war fasziniert davon. Ganz zu schweigen davon, dass Paul ein besonderes Händchen für alte Runen besaß. Dass der Ravenclaw leicht lächelte, ließ sie vermuten, dass er ähnlich wie sie dachte. Ja, Miyuki genoss dieses lange Gespräch mit ihm hier am Rande des schwarzen Sees auf dem Schulgelände von Hogwarts.
Schließlich erkundigte sich Paul, ob Kaa-san wirklich Mutter bedeutete. Miyuki nickte leicht. Es geschah immer wieder, dass sie japanische Begriffe einfach instinktiv verwendete und nicht daran dachte, dass die meisten in ihrem Umfeld diese nicht verstanden. Dass die Gryffindor ihre Mutter auf Japanisch ansprach, beruhte ganz einfach darauf, dass das asiatische Blut durch sie in ihren Adern floss. Miyuki schätzte ihre Mutter sehr und umso mehr bewunderte sie sie, auch wenn sie einander nicht viel sahen; Quidditch und Hogwarts wussten das zu verhindern. Dennoch, die Gryffindor hing sehr an ihr.
"Na ja ... ", wendete sich Miyuki schließlich der Beantwortung von Pauls zweiter Frage zu, "Frag mich etwas Leichteres. Ich bin zwar zur Hälfte Japanerin, aber dieser Brauch ist mir auch nur in dem Team untergekommen. Und wenn Kaa-san das nicht erwähnt hätte, hätte ich Quidditch im Wandel der Zeiten nicht geglaubt. Es klingt unglaublich, zumal Besen sauteuer sind und die ja nicht gerade die schlechtesten fliegen."
Schließlich fragte der Ravenclaw, ob ihre Mutter eine Berühmtheit war - zumindest auf dem asiatischen Kontinent. Das ließ die Brünette kurz nachdenken. War der Name Mari Shan so bekannt? Leicht zuckte Miyuki mit der Schulter, dann antwortete sie: "Ich ... weiß es nicht, um ehrlich zu sein." Wieder überlegte sie kurz. "Das Team ist nur durch dieses Buch international bekannt, aber eben wegen dieses Brauchs; Namen werden nicht genannt.", erklärte sie nachdenklich, "Und ich weiß nicht einmal, wie viele Anhänger das Team überhaupt hat." Und das, obwohl sie sich für Quidditch interessierte ... "Klar, viele kennen das japanische Nationalteam in Asien. Ist immerhin wie Irland für England oder Schottland oder Wales. Also im Bereich der Rivalität, aber meist sind Sucher bekannter und alle Jäger im Team sind erste Sahne. Ich glaube, dass nur wirkliche Heißblutfans sich alle Namen eingeprägt haben." Demnach war Miyukis Mutter also nicht bekannter als sonst einer auch, oder? Wieder zuckte die Gryffindor ratlos mit der Schulter.
Über die nächsten Worte musste sie schmunzeln, dann meinte sie: "Ich habe darüber nachgedacht, professionell irgendwann Quidditch zu spielen." Vielen hatte sie davon nicht erzählt, auch wenn die meisten es ahnten. "Ich will aber nicht direkt ins selbe Team wie Kaa-san. Es wäre genial, wenn ich gegen sie spielen könnte. So ganz offiziell und nicht nur wie zuhause oder im Urlaub zum Training. Ich will ihr richtig mein Können beweisen, ihr zeigen, dass ich nicht in ihrem Schatten stehen muss." Und damit war gleichzeitig auch gesagt, dass Miyuki nach Hogwarts am liebsten zurück nach Japan kehren würde. Zurück in ihr Geburtsland, in ihre Heimat für die ersten sieben Jahre ihres Lebens. Das hatte für sie bereits festgestanden, als sie nach Irland mit ihrer Familie zog.
"Ja.", murmelte Miyuki resigniert, als der Junge eher rhetorisch fragte, ob sie Probleme mit dem Reparo hatte. Ja, es war peinlich, auch wenn Miyuki normalerweise darüber stand. "Wie er mir Probleme bereiten kann, obwohl ich Flüche jeglicher Art beherrsche und schwere Zauber leicht vollbringe?", wiederholte Miyuki seine Frage, "Ich weiß es nicht. Sollte jemals jemand eine Lösung dafür haben, soll diese Person mir die Lösung nennen. Ich wüsste sie zu gern."
Schließlich kehrten sie zu der Thematik Familie und die asiatischen Schüler in Hogwarts zurück. Miyuki hörte ihm genau zu, nickte an den Stellen, die ein wenig Zustimmung benötigten. Ja, seine Erklärung dafür, dass ihm die asiatischen Schüler auffielen, war logisch und Miyuki konnte sie durchaus nachvollziehen. Mit den Parvati Zwillingen aus dem Jahrgang über ihr erging es ihr ähnlich - zwei Schülerinnen mit anscheinend indischen oder pakistanischen Wurzeln fielen ebenso auf wie Schüler wie Lee Jordan, der dunkelhäutig war. Oder Cho Chang, zwei Jahre über ihr und im Haus des Jungen neben ihr. Pauls darauffolgendes Lachen wirkte nervös und Miyuki meinte ruhig: "Ich kann dich verstehen. Passiert vielen. Noch mehr Leuten passiert es, dass sie denken, dass meine Geschwister und ich Vollblutjapaner sind. Ich meine, abgesehen von unserem Nachnamen und dem Erstnamen Arya von meiner Schwester würde niemand auf weitere Wurzeln schließen. Hättest du geahnt, dass ich zur Hälfte Irin bin, so wie ich aussehe?" Wieder deutete sie auf ihr asiatisches Antlitz. "Ich bezweifle es." Wo waren bloß die Gene ihres Vaters geblieben, wenn sie schon aussah wie eine "komplette" Asiatin?
"Keine Angst vor Arya? Mutig, mutig. Hat der Hut dich ins falsche Haus gesteckt?" Sie grinste ihn breit und fröhlich an, ihre Augen funkelten vor Freude förmlich. "Ja, eine Familie voller Gryffindors. Vier von fünfen im Haus des Löwen, die letzte von fünfen war halt woanders." Seine Worte bezüglich der Vergangenheit konnte Miyuki wieder nur bestätigen. Die Vergangenheit ruhen zu lassen, war oftmals das beste und so empfand sie es auch. Alleine schon aufgrund des Vorfalles kurz nachdem sie und die anderen nach Irland gezogen waren ...
Das Thema wendete sich wieder den alten Runen zu und irgendwie wirkte Paul erschöpft. Nicht allzu erschöpft, als habe er gerade einen Triathlon oder Marathon wie Muggel hinter sich gebracht, aber dennoch so, als habe er sich körperlich betätigt. Miyuki wusste nicht, was er alles für diese Kunststücke hatte an Energie aufwenden müssen, aber sie ahnte, dass es eventuell mehr war, als man ihm ansah. Anscheinend war er härter im Nehmen, als sie ahnte. Und Miyuki schätzte ihn dafür, zumal er nicht darüber klagte, dass es ihn ermüdete, ermattete oder erschöpfte. Wobei alles auf das Selbe hinauslief.
Mit einem breiten Lächeln bat der Ravenclaw sie, niemandem davon zu berichten. Ein wenig verdutzt blickte sie ihn aus ihren braunen Augen heraus an, doch da er meinte, dass es bisher kaum jemand wusste und es nicht allzu viele erfahren sollten, nickte sie schließlich. Er hatte ihr also eine Art Geheimnis gezeigt und Miyuki würde es ebenso gut für sich behalten, wie sie Geheimnisse nun einmal für sich behielt: Niemand würde etwas erfahren, selbst wenn man einen Kitzelfluch anwenden würde, sie würde schweigen. Irgendwie fühlte sich die kleine Gryffindor geehrt, dass sie an seinem Geheimnis teilhaben durfte.
"Ich ... ", kam schließlich über ihre Lippen, "Darf ich dich etwas fragen, Paul?" Kurz sah sie ihn an, wartete ab, dann stellte sie ohne große Reaktion seinerseits einfach ihre Frage: "Wieso weiß da kaum einer von oder beziehungsweise, warum hütest du dieses Geheimnis so? Selbst wenn du mir die Frage nicht beantwortest, ich bin dir nicht böse drum." Sie wendete den Blick ab, sah auf ihre Hände, dann bemerkte sie aus den Augenwinkeln eine Bewegung und drehte den Kopf wieder leicht, nur um zu sehen, dass Paul vier Symbole in den Sand zeichnete und auf sie zeigte und die jeweiligen Symbole erklärte. Gespannt lauschte sie ihm - jetzt würde sie also etwas lernen.
"Alte Runen sind nicht wie eine Sprache aufgebaut?" Erstaunen schwang in der Stimme der Halbjapanerin mit. Sie blickte von den Symbolen zu seinem Gesicht auf, versuchte darin zu lesen. Lag darin ihr Fehler? Konnte sie deshalb nicht die alten Runen so lernen, wie sie die Schriftzeichen des Japanischen gelernt hatte? "Sie beruhen auf diesen vier ... Elementen?" Miyuki deutete auf die Symbole, fuhr schließlich eines leicht mit dem Zeigefinger nach - vorsichtig, damit die Form nicht zerstört wurde durch eine eventuell fehlerhafte Nachzeichnung ihrerseits. "Aber hieß es nicht, dass es fünf Elemente gäbe? Diese vier und etwas ... na ja ... etwas Zusammenfassendes? Energie oder Kosmos oder wie man das nennen soll?", hakte sie nach, "Und bedeutet das, dass die Runen sozusagen alteingesessene, fast vergessene Namen für Dinge sind? Wie zum Beispiel für diesen Sand hier ... dass er nicht nur Sand heißt, sondern auch diese tiefgründigere Bedeutung als Rune hat?"
Ja, sie war neugierig. Und ja, sie war sich irgendwie sicher, dass sie irgendetwas falsch verstanden hatte, aber das würde sich ja herausstellen - hoffte sie.

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Goose schrieb:
Zur nächsten sich bietenden Gelegenheit betrinke dich heimlich hemmungslos und rede mit einem X-Beliebigem den du triffst über alles was dir auf dem Herzen liegt.
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