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 Die Gasse

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Braxton Hawke
Administrator



BeitragThema: Re: Die Gasse   So Nov 13 2011, 20:30

Roberts Verwirrung, als Hawke ihn auf das Dach zog sorgte bei ihm für Genugtuung. Der Ex-Lehrer konnte nicht wissen, dass er einen Werwolf vor sich hatte und somit musste das ganze ziemlich bizarr wirken. Auch das folgende Verhalten seines Gegenüber belustigte ihn, denn dieser schien sich ganzschön unwohl mit dem Gedanken zu fühlen, dass Lana ebenfalls anwesend war, obwohl er doch unten in der Gasse in einer ähnlichen Situation gesteckt hatte.
Der Mantel des Todessers wehte im Wind leicht hin und her, als Robert zum Erstschlag ausholte. Expelliarmus. Lächerlich. Was veranlasste diese Leute nur immer dazu, diesen schwächlichen Zauber auszuwählen? Unter den Todessern war es bekannt, dass Potter selbst in den brenzligsten Situationen auf den Entwaffnungszauber zurückgriff. In Hawkes Augen war es närrisch, auch nur einen Atemzug damit zu vergeuden, in einem Duell bis zum Tod mit solchen kindlichen Zaubern um sich zu werfen.

„Protego.“ Mit Leichtigkeit wurde der Angriff abgewehrt und sofort setzte der Todesser nach: „Stupor.“ Nicht wirklich effektiv, aber dennoch besser als der Zauber seines Gegenübers. Sofort nachdem Hawke die Zauberformel gesprochen hatte, holte er schon erneut aus. „Impedimenta.“ Wenn Betlehem den Schockzauber abwehren würde, könnte es sein, dass er nicht schnell genug sein würde, den folgenden Lähmungszauber abzuwenden. Und das würde garantiert sein Ende bedeuten, denn in seiner Verfassung würde ein gelähmter Körper es ihm noch schwieriger machen, auf den Beinen zu bleiben, geschweige denn den Zauberstab zu schwingen.

Der Werwolf ließ ein erneut wahnsinnig klingendes Lachen ertönen und wartete auf die Reaktionen seines Gegners, bereits seinen nächsten Schritt planend.


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Robert Bethlehem




BeitragThema: Re: Die Gasse   Di Nov 15 2011, 22:22

Roberts Erstschlag kam schnell, war unüberlegt und zeigte wie erwartet auch wenig Wirkung in Roberts Hinterkopf klang nur Toms resignierende Stimme. "Was besseres fällt dir nicht ein?! Expelliarmus?! Was bist du, ein kleines Kind? Der nimmt dich hier gleich auseinander, Mann! Ach komm, das ist ja nicht mit anzusehen." Die finstere Gestalt blitzte kurz neben dem Exlehrer auf und schien dann in selbigen hineinzuspringen, zumindest hatte Robert diese Empfindung. Kaum war sein eigener Zauber gewirkt und Braxtons Abwehr offensichtlich schien Robert kurz innerlich zusammenzuzucken, es war ein bizarres Gefühl, dass ihn jetzt erfüllte und er konnte förmlich fühlen, wie die Nervosität von seiner Haut blätterte. Ebenso wie jedwede Farbe und jeder Zug, der sich in Roberts Gesicht hatte sammeln können. Auch Bethlehems Zauberstab schien sich zu verändern, wieder zuckte und wandt sich der Thestralkern im Inneren hin und her und schien plötzlich wieder ganz erpicht darauf zu sein, sich mit dem Todesser zu messen. "Ich zeig' dir jetzt mal wie man das macht." Sprach er zu sich selbst? Hatte er einen Blackout? Beängstigende Gedanken, die jetzt nicht interessierten, offensichtlich hatte Tom irgendwie die Kontrolle ergriffen.

Den winzigen Moment vor Braxton Vergeltungsschlag, starrte Tom abwartend zu seinem Gegenüber, bis dieser seinen Stupor-Zauber lößte und mit Impedimente nachlegte, noch während der erste Zauber in Bethlehems Richtung schoss. Die knochigen Finger hielten den Stab umklammert und eine ruckartige Bewegung später lößte sich der Exlehrer in letzter Sekunde in schwarzen Nebel auf, knapp bevor der Stupor ihn erwischt hätte.
Noch im selben Moment erschien der düstere Geselle grinsend mit einem Stück Abstand hinter dem Todesser: "Kuckuck, hier bin ich!" In der Sekunde als sich der große Mann nach Tom umwandt, lößte er auch schon seinen Zauber aus und grinste dabei bösartig. "Cornixortia!" Erneut brachen kreischende Vogelhorden aus der Spitze des Stabes und rasten ungezügelt auf Braxton zu, als wären sie ausgehungerte Wölfe, die danach gierten, ihr Ziel in Fetzen zu reißen!
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Braxton Hawke
Administrator



BeitragThema: Re: Die Gasse   So Nov 20 2011, 22:58

Betlehem schien plötzlich eine Art Veränderung zu durchleben. Falls dort noch etwas Farbe in seinem Gesicht vorhanden gewesen war, so war diese nun auch entwichen und anstelle des nervös wirkenden, erschöpften Flüchtlings, schien nun eine kampfeslustige, finsterere Gestalt vor dem Werwolf zu stehen. Jedenfalls für einen kurzen Moment, denn eine halbe Sekunde bevor Stupor ihn von den Füßen gerissen hätte, verschwand er in einer schwarzen Wolke aus Nebel. Irgendetwas hatte sich hier ganz gewaltig verändert.

Überraschen konnte Robert Hawke mit einer Attacke jedoch nicht. Der Todesser witterte, dass dieser hinter ihn appariert war und fuhr herum, nur, um in zahlreiche, aufgerissene Schnäbel zu starren, welche erneut aus dem Zauberstab seines Kontrahenten schossen. Durch die geringe Entfernung, aus der der Zauber ausgeführt wurde, konnte Hawke nicht schnell genug mit einem Gegenzauber reagieren, sodass er den ersten Vogel erst mit der Hand beiseite stieß, bevor er den Zauberstab erhob und „Diffidio!“ brüllte. Er hasste die gefiederten Viecher, was wohl Anwesende mittlerweile erkannt hätten, wo er doch nun bereits zum zweiten Mal einen Vogelschwarm in eine blutige Masse auflöste. Kurz darauf überbrückte er die kurze Entfernung über die nassen Dachziegel, welche ihn noch von seinem Feind trennte, mit einem Satz, wobei er mit der rechten Faust ausholte und sie auf das Gesicht des Mannes zurasen ließ. Wieso sollte man sich auch nur auf Zauberkraft verlassen und nicht auf die Kraft des eigenen Körpers? Im Gegensatz zu so manch einem Magier, war Hawke durchaus in Form und wusste, wie er anderen auch ohne Zauberstab erheblichen Schaden zufügen konnte.

Ganz vergessen, es war ihm auch in diesem Moment noch nicht bewusst, hatte der Zauberer jedoch den einsamen Vogel, welcher nicht von seinem Zauber in Stücke gerissen worden war. Dieser kreiste wohl noch immer in der Nähe herum und würde ihn wohl, nachdem er einen Bogen geflogen war, erneut anvisieren.
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Robert Bethlehem




BeitragThema: Re: Die Gasse   Di Nov 22 2011, 22:27

Siegessicher hatte Tom schon Braxtons schreihendem, zappelnden Tod hinterhergeblitzt, umso überraschender war es für ihn, dass sich der Todesser auch jetzt noch zu erwehren wusste.
Nicht, dass es das Alter-Ego stoppen würde, vielmehr peitschte es an, sich noch mehr Finten und Winkelzüge auszudenken! Als jedoch durch die zerberstende Vogelschahr der finstere Kontrahent angehechtet kam, war Tom selbst ein wenig überrumpelt und konnte nicht verhindern, von Braxtons Faust getroffen zu werden. "Was zum!" Er taumelte einige Schritte auf den nassen Dachpfannen zurück und glitt dabei fast wieder aus. Zum Glück konnte Tom sich schnell wieder fassen, was nichts daran änderte, dass er sich noch eine von Braxton fing, welcher ihm schon nachgesetzt hatte. Ein Keuchen entrang Toms Lungen, krampfhaft hielt er seinen Stab umklammert und versuchte sich aus der Reichweite des Todessers hinauszumanövrieren.
Eigentlich hatte er keine Chance gegen den Werwolf, nicht im Nahkampf. So war der laute Schreih von Roberts Krähe wie ein silberner Lichtblitz, der die Finsternis durchzuckte, kurz bevor der Donner nachrollte, welcher nie ange auf sich warten ließ.
Schnell hatten die Augen des halbwahren Tieres seinen Meister in der Dunkelheit auf dem glitzernden Dach erspäht. Auch wenn die Monstrosität erst nach der jungen Frau gespäht hatte, stieß der Vogel nun wie ein Pfeil auf Braxton hernieder, um seinen Meister zu befreien.
Die schwarzen Krallen bohrten sich wie Dolche in die Schulter des großen Mannes, der grade zu einem weiteren Schlag ausholen wollte und der helle Schreih des Tieres, durchschnitt schon während des Sturufluges die Luft. Tatsächlich reichte dieser Angriff zumindest aus um Tom aus der Umklammerung des Todessers zu befreien, ohne jedoch genau beurteilen zu können, wieviel sein Diener hatte ausrichten können.
Blitzschnell rettete sich Tom erneut durch Aparieren, jedoch nur soweit, dass er sich selbst wieder verteidigen konnte. Dieser Kampf sollte ausgefochten werden, nach allen Regeln der Kunst. Wobei er mit einer schieren Begeisterung in den Augen dabei zusah, wie das finstere Geschöpf es zumindest für ein paar Sekunden vermochte, den Todesser merklich zu beschäftigen. Irgendetwas machte dieses Tier besonders und gab selbst seinem Meister Rätsel auf. Geistesgegenwärtig schaffte es Bethlehem allerdings noch selbst wieder einen Zauber zu wirken, kurz bevor der Vogeldiener seinerseits kehrt machte und sich in Schatten auflößte. "Petrificus Totalus!"
Sollte dieser Zauber Wirkung zeigen, so wüsste sich Tom durchaus noch mit Braxton zu beschäftigen, nachdem er die junge, hübsche Frau von Gegenüber auichnoch 'versorgt' hatte.
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Lana Walden
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BeitragThema: Re: Die Gasse   So Nov 27 2011, 14:08

BRAXTON HAWKE & LANA SASCHA WALDEN & ROBERT BETHLEHEM
Lana hatte beobachtet, wie Hawke den flüchtigen Ex-Lehrer von Lana wieder auf das Dach hievte. Zwar stimmte sie das ein wenig skeptisch, doch wenn Braxton Hawke seinen Spaß haben wollte, sollte er diesen auch bekommen. Dementsprechend hielt sich die zweiundzwanzigjährige Blondine zurück und beobachtete lieber das Schauspiel zwischen den beiden Männern, die beeindruckende Fähig- und Fertigkeiten besaßen. Nicht zuletzt, weil der eine ein ehemaliger Professor Hogwarts' war und der andere ein Werwolf ...
Zunächst verwendete Robert Expelliarmus, der Zauber, der meist mit Harry Potter in Verbindung gebracht wurde. Durch diesen Zauber hatten die Todesser den Jungen in den Sommerferien erkennen können, doch dennoch war er entkommen. Eine merkwürdige Wahl für einen Häftling Askabans, doch Lana griff nicht ein - außerdem hatte sie mit selbigem Zauber die erste Runde des Duells eingeläutet. Hawke war dieses Mal sein Gegner, nicht sie. Wahrscheinlich war sie einfach zu sanft gewesen und nun wollte Hawke es anscheinend besser machen. Zumindest so die Schlussfolgerung der ehemaligen Slytherin.
Wie vermutet konnte Hawke den Zauber mit Protego abwehren und nur einen kurzen Augenblick später schoss er einen Schockzauber auf seinen Gegner ab. Die stärkste Methode einen Gegner auszuschalten war das allerdings auch nicht. Und kaum war das Wort über die Lippen des Todessers, schickte er schon den nächsten Zauber hinter her. Das Lachen, welches aus Hawkes Kehle ertönte, ließ Lana einen eisigen Schauer den Rücken hinabgleiten. Sie würde sich wohl nie an dieses Lachen gewöhnen können.
Robert Bethlehem war anscheinend Meister im Apparieren, denn er konnte beiden Zaubern ausweichen und erschien mit einem finsteren Grinsen hinter Lanas sogenanntem Mentor. Irgendwie musste sie diese Schnelligkeit beim Apparieren im Stillen loben, denn vor allem schien Bethlehem so einen klaren Kopf im Duell zu haben, dass er sich nicht zersplintert hatte. Und das geschah in solchen Momenten regelrecht oft: Einmal hatte eine Frau einen Bein und einen Arm dabei verloren, als sie vor Lanas unverzeihlichen Fluch hatte flüchten wollen. Gebracht hatte es dementsprechend nichts.
Wieder verwendete der Flüchtling den Zauber mit dem kreischenden Vogelschwarm und wieder fühlte Lana sich unbehaglich dabei. Als sie in der siebten Klasse gewesen war, hatte Draco Malfoy Harry Potter gegenüber im Duellierclub selbigen Zauber mit einer Schlange angewendet. Zwar waren diese Tiere keine realen Tiere, aber sie kamen ihnen so nahe, dass sie erheblichen Schaden anrichten konnten. Wenn man dabei die spitzen Schnäbel der Vögel in Betracht zog ...
Lanas Griff um ihren Zauberstab wurde fester, auch wenn dieser mittlerweile in der Tasche ihres Umhangs steckte. Doch sie störte es nicht - Schnell käme sie definitiv daran.
Doch statt einzugreifen, beobachtete Lana noch immer das Schauspiel zwischen den beiden Kontrahenten. Sie hatte eingesehen, dass die geringe Distanz zwischen den beiden Duellanten zu gering für einen Gegenzauber war, doch Hawke wäre nicht Hawke, wenn er nicht darauf entsprechend hätte reagieren können. Einen Vogel fegte er mit der Hand beiseite, die anderen entledigte er sich mit Diffindo. Wieder lösten sich die verzauberten Vögel in ihre blutigen Hinterlassenschaften auf und Hawke griff Bethlehem nun mit der Faust an.
"Sieh da ... der räudige Köter nutzt seine Körperkraft.", entwich es Lana leise murmelnd, doch noch während sie mit ihren Blicken Hawkes Bewegung folge, bemerkte sie aus dem Augenwinkel einen letzten schwarzen und sich bewegenden Punkt hinter Hawke. War das etwa noch einer der Vögel?
Hawke landete einen Treffer, doch nachdem der Vogel laut geschrieen hatte, schoss dieser auf den Werwolf zu. Die Krähe landete ebenfalls einen Treffer, Krallen bohrten sich in Hawkes Schulter und Robert Bethlehem konnte sich aus Hawkes Griff befreien und wieder in sichere Entfernung apparieren.
Der Vogel löste sich in Schatten auf und Robter wirkte seinen nächsten Zauber: Die Ganzkörperklammer. In diesem Moment sah Lana für Hawke keine wirkliche Rettung und fast im selben Augenblick hatte sie eine Idee. Sie war mehr als hirnrissig, würde aber eventuell Hawke genug Zeit verschaffen, so dass dieser sich selbst in Sicherheit würde bringen können.
Zeit, dass Lana sich wieder einmischte, immerhin waren Braxton Hawke und sie, Lana Sascha Walden, ein Team - so gern sie beide auch Alleingänge machten.
"Verkestatum!"
Lanas Ruf hallte über die Dächer, ihren Zauberstab hatte sie wieder so schnell hervorgeholt wie bereits beim ersten Mal und sie hatte ihn auf Hawke gerichtet. Wie gesagt, es war hirnrissig einen Schleuderfluch auf ihren eigenen "Mitstreiter" zu richten, doch wenn Lana Glück hatte, würde er Hawke wenigstens ein kleines Stück zur Seite schleudern und ihn somit wenige Zentimeter an der Ganzkörperklammer vorbei aufkommen lassen.
Zwar war Lana im Apparieren nicht so schnell wie ihr ehemaliger Lehrer, doch auch sie apparierte nun und erschien etwas seitlich des flüchtigen Häftlings aus Askaban.
"Levicorpus!"
Lana hatte bei der Quidditchweltmeisterschaft mit angesehen, wie übereifrige Todesser diesen Zauber an der Familie des Besitzers des Zeltplatzes angewendet hatten - Er war natürlich Muggel gewesen. Kopfüber hatten die Personen in ihren Nachtgewändern in der Luft gehangen und nicht gewusst, wie ihnen geschieht. Wahrscheinlich würde Lanas Zauber keine Wirkung haben, denn irgendetwas hatte sich an den Zaubern Bethlehems verändert, doch wenigstens wollte sie jetzt wieder mitmischen. Wenn schon Todesser, dann unfair zwei gegen einen kämpfen.
Der Griff um ihren Weidenstab verstärke sich noch ein wenig, als sie ihn von ihrer Seite langsam wieder hob, nachdem sie ihn nach dem letzten gewirkten Zauber leicht hatte sinken lassen, und sie richtete ihn mit einem herausfordernden Blitzen in ihren Augen auf den ehemaligen Lehrer. Ihr Gesicht war zu einer ernsten Mine angespannt, welche verriet, dass sie nun für alles bereit war und dieses Mal wirklich keine sogenannten Kinderspielchen mehr spielen würde. Wenn Hawke verlangte, würde sie den Mann vor sich sogar umbringen - Nicht, dass sie das gern tun würde, da sie Robert Bethlehem kannte, seine bisherigen Zauber irgendwie schätzte und, ungewollt, eine gewisse Bindung zu ihm empfand. Sie hatte ihn nicht, aber egal war er ihr auch nicht. Das war es eben, wenn man mit Leuten etwas redete oder sich mit ihnen duellierte oder sie aus seiner Vergangenheit kannte. Auch wenn die Leute jemandem egal waren und es egal wäre, wenn sie tot umfielen, dass man dann dafür aber verantwortlich war, ließ Lana nicht ganz unberührt ...
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Robert Bethlehem




BeitragThema: Re: Die Gasse   Mo Nov 28 2011, 18:13

Braxton wäre erledigt, mit dämonischer Verzückung fieberte Tom dem erstarren der überlangen Glieder des Todessers entgegen. Doch zu früh gefreut, in einer ruckartigen Bewegung wurde der Todesser kurz vor dem Auftreffen aus der Schusslinie gestoßen, die junge Ms Walden hatte er fast vergessen. Just in dem Moment als die junge Frau aparierte, hatte der Exlehrer versucht, zur anderen Seite des Abgrunds hinüberzuspähen, als sie neben ihm aus der Luft brach und den Levicorpuszauber auf ihn wirkte. Unerwarteterweise zeigte dieser sogar Wirkung, denn plötzlich hob der finster dreinblickende Mann zähneknirschend ab und hing in der Luft, bis er sich selbst wieder befreien konnte. "Liberlevicorpus, verdammt!" Statt ihn jedoch sanft wieder zu Erden gleiten zu lassen, stürzte Tom ziemlich unsanft hinab und kam schmerzend auf dem Rücken auf.
Zum Glück konnte dadurch aber wieder eine gewisse Distanz entstehen, sonst wäre er geliefert gewesen. Dabei war es egal wie flink sich Tom aufrappelte, auf dem Rücken liegend hätte er sich nur schwer wieder davonmachen können.
Doch so war es nicht, er konnte sich wieder aufraffen und sah nun verstört zu der jungen Frau hinüber, schwere Erzürnung zeichnete sein Gesicht. "Hat man dir nicht beigebracht sich zurückzuhalten, wenn Mama und Papa reden?!" Warum Tom grade mit Lana wie mit einem kleinen Kind gesprochen hatte, war nicht ganz klar, bei aller Bedrohlichkeit, die in seiner Stimme lag, hatte es auch etwas humoröses für jemanden, der diese Art Spaß verstehen konnte. Kurz zuckte Roberts Hand mit dem gräulichen Mahagoniestab zusammen, sodass eine zackige Bewegung von oben nach unten entstand, nebelartige Finsternis glitt fein von der Spitze. Eigentlich hatte er diesen Fluch für jemand anderen aufgehoben, doch in diesem Moment war Tom derart wütend, dass er sich nicht mehr zu beherrschen vermochte.
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Braxton Hawke
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BeitragThema: Re: Die Gasse   Mo Nov 28 2011, 18:27

Die geballte Faust traf ihr Ziel und der Flüchtling stolperte zurück. Grinsend setzte Hawke zum nächsten Schlag an, welcher ebenfalls sein Ziel traf. Erst der Schrei eines Vogels und anschließende Schmerzen in seiner Schulter ließen den Werwolf stoppen. Der Vogel, welcher eben nur beiseite geschleudert wurde, hatte sich tatsächlich erneut auf ihn gestürzt und bohrte nun seine spitzen Krallen in seinen Körper. Vor Schmerz keuchte der Todesser kurz auf. Der Vogelschrei klingelte immer noch in seinen Ohren und seine Schulter sah gewiss auch nicht sehr appetitlich aus. Gerade, als er erneut nach dem Biest schlagen wollte, um es nun auch endgültig ins Jenseits zu befördern, löste sich dieses in Luft auf und Robert schleuderte einen weiteren Zauber in seine Richtung. Darauf war er nicht vorbereitet. Die Ganzkörperklammer würde ihm den Rest geben, sollte er sich nicht irgendwie aus dieser befreien können, oder vorher ausweichen, wobei letzteres wohl nicht mehr von Erfolg gekrönt wäre. So bereit, wie man in solch einer Situation nur sein konnte, riss Hawke die Arme in einer schützenden Haltung nach oben.

Plötzlich wurde er von der Seite von etwas getroffen und von den Füßen gerissen. Betlehems Zauber verfehlte ihn um Haaresbreite. Mit einem Krachen landete der Todesser auf dem nassen Dach, wobei einige der Dachziegel zu Bruch gingen und sich von dem Gebäude lösten und rutschte dem Abgrund entgegen. Genau wie sein Gegenspieler zuvor, endete das ganze damit, dass Hawke sich an einer Regenrinne festkrallte und mit den Füßen in der Luft von der Seite des Daches hing. Er lauschte, wie einige der Dachziegel hinunterflogen und auf der Straße zerbrachen, einer jedoch nicht sehr weit unter ihm aufkamen. Verwundert blickte er hinab und sah, dass ungefähr 2 Meter entfernt ein Balkon vorhanden war. Erleichtert seufzte er und ließ sich auf diesen hinab fallen, klopfte seine Kleidung ab und machte sich bereit, nun auch zu apparieren. Dieser Kampf war noch nicht vorbei, auch wenn sein Leben wohl, hätte Lana nicht eingegriffen, vor einigen Sekunden, oder waren es mittlerweile Minuten?, ein Ende gefunden. Lana. Ein finsterer Blick legte sich auf das Werwolfsgesicht. SIE hatte IHM das Leben gerettet, das war, soweit er sich erinnern konnte, bisher noch nie vorgekommen und erfreut über diese Aktion war er nun wirklich nicht. Der Mentor war seinem Schützling zu Dank verpflichtet. Schnaubend löste er sich in eine schwarze Nebelwolke auf.

Laut vernehmbar erschien Braxton erneut auf dem Dach. Lana hatte sich mittlerweile ebenfalls in den Kampf gestürzt, auch wenn es sich um ein Duell gehandelt hatte. Um die Gunst der Überraschung zu nutzen, hob er sofort seinen Zauberstab, richtete ihn unter Betlehem und sprach die Zauberformel: „Confringo!“, mit der Absicht, den Boden und seinen Füßen wegbrechen zu lassen.
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Robert Bethlehem




BeitragThema: Re: Die Gasse   Mo Nov 28 2011, 21:10

Völlig fokussiert darauf, sich an Lana auszutoben, ignorierte Bethlehem glatt, was um ihn herum geschah. Viel zu sehr steigerte er sich darin hinein, die junge Todesserin für ihre Tat bluten zu lassen und ging schon einige Szenarien durch. Dass sie sich eventuell noch hätte wehren können, war für ihn vollkommen ausgeblendet. Ebenso wie Braxton, der nach seinem spektakulären Sturz plötzlich wieder in ihrer Nähe erschien und dem Exlehrer einen Zauber vor die Füße schmetterte, welche die Situation bedeutend kippen sollte.

Die schweren Schritte waren auf dem Dach gut zu hören, verwunderlich, dass sie mit ihrem Spektakel noch niemanden geweckt hatten, Braxtons Zauber sollte zumindest eines davon ändern. Denn es krachte unter Bethlehems Füßen, als der Boden ächzend in sich zusammenfiel und der finstere Alter-Ego ins Dunkel stürzte.Nein, nein, NEIN! Durch den Schreck und den plötzlichen Ruck rutschte ihm der Zauberstab aus der Hand und verschwand sperat mit ihm in der Dunkelheit...

tbc: Nokturngasse - Staubiger Speicher
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Robert Bethlehem




BeitragThema: Re: Die Gasse   Mo Jan 16 2012, 01:33

cf: Nokturngasse - Staubiger Speicher

Laut hustend konnte sich der Ex-Lehrer aus der Feuerhölle retten, die die Todesser im Inneren geschaffen hatten, doch Zeit auszuruhen hatten sie keine. "Wir müssen hier weg, sofort!" Ohne weitere Erklärungen eilte Robert an seinem besten Freund vorbei in der Hoffnung, dass dieser es ihm gleich tun würde. Schnell wurden Schritte in eine Richtung gemacht und eilten parallel zu der Gassenschlucht, die sich neben Robert aufgetan hatte. Er wollte einfach nur noch weg, irgendwohin, völlig egal wohin, Hauptsache weit weg von dem Ungeheuer, dass ihm auf den Versen war...
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BeitragThema: Re: Die Gasse   Mo Jan 16 2012, 11:36


Cf: Nocturngasse – staubiger Speicher

Dichter Qualm stieg hinter ihm auf, als er in die Nachtluft empor glitt. Die frische Luft tat seinen Atemwegen wahre Wunder und er kreiste ein paar Mal um die Umgebung des Hauses um nach Robert Ausschau zu halten. Aus dem Dach des Hauses loderten nun bedrohlich die Flamen empor und ein lautes knacken ließ nun auch das Dach zusammen brechen. Die gelben Augen des Milans suchten unterdessen den besten Freund am Boden, den er soeben bei der Flucht erneut verloren hatte, doch nun sah er ihn auf einem angrenzenden Dach. Luke ging in den Sturzflug und landete dann mehr oder weniger gekonnt in Roberts nähe. Einen Augenblick später war Lukas wieder in menschlicher Gestalt. Noch einmal musste er husten, denn der Qualm kratzte noch immer in seinen Atemwegen. Er trat an den panischen, rußverschmierten Robert heran, der sofort zu Flucht aufrief und die Beine in die Hand nahm. Luke konnte seinen besten Freund sehr gut verstehen, er selbst hatte keine große Lust darauf gehabt sich noch einmal mit diesem Mistvieh herum schlagen zu müssen und so folgte er seinem besten Freund und blieb ihm dicht auf den Fersen, während ihre Schritte entlang der Häusergasse, wiederhallten.

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Braxton Hawke
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BeitragThema: Re: Die Gasse   So Jan 29 2012, 17:49

[Lana & Hawke = Cf: Nocturngasse – staubiger Speicher]

Elegant landete Hawke auf allen Vieren auf dem Pflaster der Gasse, gerade noch rechtzeitig, da das Dach gerade hinter ihm in sich zusammenfiel. Sofort ließ der Werwolf seine Gefährtin auf die den nassen Boden gleiten. Sie war immer noch ohnmächtig. Mit einer Pranke, darauf bedacht sie nicht mit den Krallen zu erwischen, verpasste er ihr eine Ohrfeige, welche es in sich hatte. Das würde sie schon wieder wecken. Die Augen wanderten hinab zu ihrem Bein. Die Hose war zwar blutbeschmiert, doch er wusste, dass es schlimmer aussah, als es eigentlich war. Klar, es würde ihr im ersten Moment ziemlich weh tun, aber bis auf den Knochen hatte er schonmal nicht gebissen. Nicht einmal ansatzweise. Wahrscheinlich würde sie ihm ersten Moment noch ein ziemliches Drama um die ganze Sache machen. Sollte sie doch. Das Hallen der Schritte der beiden flüchtenden drang in seine feinen Ohren und sein Kopf zuckte hoch und er blickte die Gasse hinab. Da waren sie, rannten um ihr Leben. So, wie er es gern hatte. Um sicherzugehen, dass Lana auch wirklich das Bewusstsein wiederfand, schleckte er ihr mit der Zunge feucht übers Gesicht. Normalerweise nutzte man in einem solchen Moment einen Wassereimer, aber da er einen solchen momentan sowieso nicht herumtragen konnte, musste das reichen. Er wartete noch einen Moment, dann stürmte er los. Walden würde sie schon noch einholen können. Erneut ließ er ein markerschütterndes Wolfsgeheul hören, während er schnell zu seiner Beute aufschloss.
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Lana Walden
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BeitragThema: Re: Die Gasse   So Jan 29 2012, 18:50

BRAXTON HAWKE & LANA SASCHA WALDEN & ROBERT BETHLEHEM & LUKAS HOLMES
Als sei es nicht schon schlimm genug gewesen, die Situation auf dem staubigen Speicher für auswegslos zu erklären, spürte Lana Schmerzen, die von ihrem Bein ausgingen und durch ihr Unterbewusstsein drangen, nur um kurz darauf weitere Schmerzen zu verspüren, die von Höhe ihres Ohres losgingen. Das Bewusstsein kehrte in Lana zurück, sie wollte gerade die Augen ein Stück weit öffnen, als eine raue und sehr nasse Zunge sich ihren Weg durch das Gesicht der Blondine bahnte.
Ein unmissverständliches Murren seitens der Todesserin, eine abwehrende Handbewegung - doch diese ging ins Leere, denn ihr Retter war bereits hinter den beiden flüchtigen Männern hergestürmt. Nun blieb es an Lana, sich auf Verletzungen und Blessuren zu untersuchen.
Die Schmerzen in ihrem Bein zogen ihre gesamte Aufmerksamkeit auf sich, auch wenn sie es immer noch abscheulich fand, dass Braxton Hawke ihr eben mit seiner Werwolfszunge durch das Gesicht geleckt hatte. Das Blut, welches durch ihr Hosenbein sickerte, verhieß nichts Gutes, konnte allerdings auch lediglich von ein paar Schrammen stammen, so dass sie sich aufrichtete und ihr Hosenbein mit beiden Händen packte - den Schmerz in ihrem rechten Handgelenk ignorierend.
Das kann doch nicht ... , schoss es Lana durch den Kopf, als sie die Wundmale entdeckte. Waren sie schon vorher dort gewesen? War es ein Hund gewesen? Wohl eher kaum. Wahrscheinlich stammten diese Bissspuren eher von einem Werwolf. Wut stieg in Lana auf. Der sogenannte reudige Köter hatte zwar ihr Leben gerettet, aber es gleichzeitig durch eine kopflose Aktion zerstört. Blieb zu hoffen, dass sie vielleicht doch falsch lag; immerhin wollte sie kein nach Hund stinkendes Wesen werden.
Ansonsten schien sie recht unversehrt zu sein. Nach Rauch und was sonst noch riechend, ein kaputtes rechtes Handgelenk, ein schmerzendes Bein - dafür würde sie Hawke noch umbringen - und ziemlich verwirrende Gefühle waren das, was von den Aktionen auf dem Dachboden zurückgeblieben waren.
"Wo ist denn ... ?"
Lana tastete bereits mit der unversehrten linken Hand, deren Gelenk lediglich noch etwas gerötet war, nach ihrem Zauberstab, der natürlich noch immer bei Lukas Holmes war. Ein Augenrollen, ein Seufzen und schon wusste Lana, was sie zu tun hatte. Hawke würde zwar gut alleine klar kommen, doch erstens hatte Lana noch eine Rechnung mit Robert Bethlehem offen und zweitens war der Weidenstab bei dessen Freund noch immer der ihrige.
Also nahm auch Lana nun die Verfolgung auf, zwar etwas lediert und humpelnd, aber immer noch recht schnell. Unbewaffnet, aber voller Ehrgeiz. Und leider ohne Plan ... So ein Zauberstab ließ sich nicht einfach von einem Zauberer entreißen, schon gar nicht, wenn man selbst unbewaffnet war.
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Robert Bethlehem




BeitragThema: Re: Die Gasse   Fr Feb 03 2012, 00:48

Eilige Schritte hallten über den nassen Boden, gefolgt vom scharrenden Gestampfe eines Raubtieres. Der Mond schien hell, nur wenige Wolken leuchteten auf. Es war schon viel geschehen, dennoch lag die Straße noch völlig ruhig da, fast wie in einem der vielen Albträume die Robert regelmäßig hatte.
Er konnte fast schon den Atem des Monsters in seinem Nacken spüren, so fühlte es sich für den Exlehrer an, dass Braxton Luke und ihm auf den Fersen war. Roberts und Lukes Schatten zogen sich lang an Häuserwänden entlang, nahm die Straße kein Ende? Alles war finster, kein Mensch war zu sehen, was war hier los? Ich muss wieder nach oben! Hier hat er zu leichtes Spiel. Im Lauf stierte Robert die Wände hinauf, bis er einen brauchbaren Punkt erspähen konnte. Er gab Luke ein kurzes Zeichen und zückte seinen Zauberstab, jetzt mussten sie sich ranhalten, denn es waren nur noch wenige Meter, die die beiden Zauberer von der blutrünstigen Bestie trennten, die sich Braxton Haake schimpfte. Robert änderte seine Schrittrichtung mit Neigung zu Lukas. Als er dicht bei ihm war, blickte Tom nach hinten zu Haake und richtete mehr oder minder genau den Stab auf Hawke. "Cornixortia!" Warum er diesen Zauber so oft benutzte? Er war in ihrer Situation noch das beste, was möglich war, denn der Schwarm streute sehr stark und zog einen schwarzen Schleier hinter sich her, der zumindest für ein Augenblinzeln total Finsternis bringen konnte und die Augen irritierte.
Kreischend löste sich der Zauber und die Finsternis, welche Schnäbel und Krallen hatte, warf sich erneut gegen Braxton in en Kampf. Dieses mal konnte er keinen Zauber wirken, dieses mal konnte er sie nicht alle erwischen. Dafür kreuzte Robert zumindest alle Finger und griff nach Lukes Arm in dem Moment, in dem Haake und er Zauber zusammenprallten.
Doch es gelang ihm nicht, sich genügend zu konzentrieren, um dorthin zu aparteren, wo Robert hin wollte. Stattdessen landeten sie in einer Seitengasse, von der aus sich Robert nicht mehr orientieren konnte. Wo waren sie jetzt wieder gelanet? Kannte diese Stadt denn keinerlei Grenzen?!
Verstecken hatte keinen Sinn, sie mussten weiter und versuchen, den Werwolf zu verwirren. "Wir müssen uns aufteilen Luke. Sonst kommen wir hier nicht lebend raus."
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